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Die Osteoporose ist ein nicht seltenes, aber häufig verkanntes Krankheitsbild. Folgende Leitsymptome sind für eine Osteoporose typisch:
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Größenverlust
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Zunehmende Schmerzen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule mit verstärkter Krümmung der Brustwirbelsäule
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Auftreten von Knochenbrüchen im Bereich des Oberarmes, des Handgelenkes und des Schenkelhalses
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Einschränkung der Gehfähigkeit
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Behinderung bei der Bewältigung der Aktivitäten des täglichen Lebens
Seit längerer Zeit hatte ich zunehmende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, ich bemerkte eine Zunahme der Wirbelsäulenkrümmung im Brustbereich. Ich fühlte mich einfach alt. Häufig wachte ich nachts aufgrund von Schmerzen auf, meine Mobilität ließ nach und ich war in meinem gewohnten Alltag zunehmend beeinträchtigt.
Meine Familie hatte darunter zu leiden, da ich mit ihr immer unzufriedener wurde, letztendlich weil ich mit mir selbst unzufrieden war. Mein Hausarzt konnte mir zunächst mit einer medikamentösen Schmerzbehandlung und mit Physiotherapie nicht wirklich helfen. Nach längerer Zeit wurde schließlich die Diagnose der Osteoporose gestellt und mir wurde - durch mehrere erfolglose ambulante Behandlungen klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. Eine Behandlung in einer auf die Therapie der Osteoporose spezialisierten Rehabilitationsklinik war erforderlich geworden."
Das Therapieprogramm wird individuell gestaltet. Wichtige Anteile sind: Die Sicherung der Diagnose durch bildgebende Verfahren und Labor, die Einleitung bzw. Optimierung der medikamentösen Therapie, die muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule und Kräftigung der Extremitätenmuskulatur, eine intensive schmerzabhängige Bewegungstherapie sowie die Sturzprophylaxe durch gezieltes Gleichgewichts- und Koordinationstraining.
Das wichtigste Ziel ist die Wiederherstellung bzw. der Erhalt der Eigenständigkeit für die Aktivitäten des täglichen Lebens. Im Bedarfsfall erfolgt die Erprobung und Versorgung mit notwendigen orthopädischen Hilfsmitteln (Unterarmgehstützen, Rollator, Bandagen usw.) und eine psychologische Mitbetreuung zur emotionalen Stabilisierung, zur Motivation sowie ggf. auch zum Aufbau neuer Lebensziele.
Am Anreisetag findet das ärztliche Aufnahmegespräch mit der körperlichen Untersuchung statt. Nach Erfassung der Ausgangssituation nach einem standardisierten Verfahren werden gemeinsam mit dem Patienten Therapieziele und Therapieformen, die zur Anwendung kommen sollen abgestimmt. Der Behandlungsplan beinhaltet im allgemeinen täglich
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aktive Physiotherapie (Osteoporosegymnastik oder Osteoporosewassergymnastik, medizinische Trainingstherapie für Osteoporose zur Muskelkräftigung, Massagen und Fangopackungen zur Schmerzlinderung und Entspannung der verspannten Muskulatur)
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Osteoporose-Schule
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Ergotherapie
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Ernährungsberatung
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psychologische Mitbetreuung, Einzelgespräche
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Gruppengespräche (Osteoporosegruppe, Schmerzbewältigung, Entspannungsverfahren)
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individuelle Sozialberatung
In der Behandlung der Osteoporose ist die aktive Mitarbeit des Betroffenen elementar. So ist es zum Aufbau einer entsprechenden Motivation unumgänglich, den Prozess der Genesung für alle Beteiligten transparent zu gestalten. Wir erheben ständig eine Reihe wichtiger Parameter, um Therapiefortschritte festzustellen, Therapiepläne ggf. anzupassen und um ein bestmögliches Therapieergebnis gewährleisten zu können. Darüber tauschen wir uns im Behandlungsteam und im Gespräch mit dem Patienten laufend aus.
Wir analysieren und bewerten alle objektiven und subjektiven Kriterien. Dazu gehören vom Patienten einzuschätzende Daten zu z. B. Schmerzempfinden, Gehstrecke, Gangbild, Treppensteigen, Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens und vom Arzt einzuschätzenden medizinischen Parametern. Dabei besitzen für uns die subjektiven Parameter einen höheren Stellenwert, da sie über den Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme wesentlich entscheiden.
Die Therapie der Osteoporose ist mit dem Ende der Rehabilitationsbehandlung an unserer Klinik noch nicht abgeschlossen, sondern erfordert weiteres persönliches Engagement.
Der Betroffene hat während des Aufenthaltes an unserer Klinik die Möglichkeit alle wichtigen Informationen zu erhalten, die notwendigen therapeutischen Techniken zu erlernen und auf persönliche Akzeptanz zu überprüfen, um danach gezielt weiterarbeiten zu können.
Der Patient erhält ein krankengymnastisches Übungsprogramm zur selbständigen Anwendung. Ein individuelles Trainingsgruppenprogramm wird vom Diplomsportlehrer in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Arzt erarbeitet und dem Patienten mitgegeben. Adressen von heimatnahen Selbsthilfesport- und Trainingsgruppen werden zur Sicherung eines nachhaltigen Therapieerfolges gerne vermittelt. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Im Rahmen des Qualitätssicherungsverfahrens des VDR (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) wurde die orthopädische Abteilung der Heinrich Mann Klinik als beste Thüringens ausgezeichnet.
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