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Das Mammakarzinom stellt immer die körperliche und seelische Integrität der betroffenen Frau in Frage. Die Erkrankung führt vielfach zu einer Einschränkung der Lebensqualität, entweder durch die Grunderkrankung selbst, durch die Ergebnisse einer schwierigen Operation, durch die belastenden Folgen etwa notwendiger Chemo- oder Strahlentherapie oder durch die Auswirkungen im persönlichen, sozialen und partnerschaftlichen Bereich.
Nicht genug, dass es oftmals um die Lebenserhaltung geht - hinzu kommen funktionelle, soziale oder optische Faktoren, die beachtet und behandelt werden müssen.
Zu allen Auswirkungen der Krankheit bieten wir Ihnen Verständnis, Information und umfassende individuelle Hilfe an.
Ich spürte vor einigen Monaten erstmals etwas Hartes in meiner Brust, war zwar verunsichert, habe aber gehofft, dass es sich von selbst wieder verliert. Nach einigen Wochen ohne Veränderung fasste ich mir dann doch ein Herz, habe meine Frauenärztin aufgesucht und war sehr erschrocken, als am Ende einer langen Kette von Untersuchungen schlicht und einfach Brustkrebs diagnostiziert wurde.
Die folgenden Wochen verliefen wie in Trance, Operation, Bestrahlung, Chemotherapie - mir blieb praktisch keine Zeit einen klaren Gedanken zu fassen. Erst jetzt wird mir langsam bewusst, was tatsächlich mit mir passiert ist: Ich habe das Gefühl, dass meine Brust durch die Operation verstümmelt ist, damit kann ich sehr schwer umgehen, schwerer zumindest als mit den Auswirkungen von Bestrahlung und Chemotherapie oder auch mit dem Lymphödem meines Armes. Dazu kommen Ängste, wie wird die Krankheit weiter verlaufen, wird meine Partnerschaft diese Prüfung bestehen, wie wird sich meine berufliche Zukunft weiter gestalten?
Jetzt merke ich erst, wie tief mich die Krankheit berührt und wie viele Unklarheiten ich plötzlich habe. Zu all meinen Fragen hoffe ich in der Rehabilitationsklinik Antworten und Hilfe zu finden.
Während des Aufenthaltes werden die betroffenen Frauen vom ersten bis zum letzten Tag vom gleichen Arzt begleitet, der ihr erster und täglicher Ansprechpartner ist.
Das Therapieprogramm orientiert sich sehr individuell am konkreten Behandlungsfall, da jede betroffene Frau ihre ureigene Erkrankung, ihre persönliche Geschichte und ihre ganz konkreten Erwartungen an die Therapie in die Klinik mitbringt. Deshalb wird der persönliche Behandlungsplan nach einer gründlichen medizinischen Untersuchung am ersten Tag des Aufenthaltes gemeinsam mit ihr erstellt, seine Umsetzung wird in einem sehr engmaschigen System von Patient-Arzt-Kontakten mehrfach pro Woche kontrolliert und immer wieder auf seine Sinnhaftigkeit, seine Umsetzbarkeit durch die Betroffene und seine Ergebnisse kontrolliert. Etwa notwendige Änderungen können so sehr schnell erfasst und umgesetzt werden.
Der Aufenthalt beginnt mit einer umfassenden medizinischen Untersuchung um den aktuellen Zustand der Patientin zu erfassen, sie bildet gleichzeitig die Grundlage für die Aufstellung des persönlichen Therapieplanes. Dieser wird kontinuierlich zwischen der Patientin und dem gesamten Behandlungsteam abgestimmt. Der Therapieplan beinhaltet in der Regel folgende Komponenten:
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Die Behandlung von Komplikationen, wie etwa Wundheilungsstörungen.
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Laufende Chemo- und/oder Hormontherapien werden genauso überprüft und weitergeführt, wie die Therapie etwaiger Begleitkrankheiten.
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Eine ausführliche Informationsvermittlung zur Krankheit, zur weiteren Therapie, zur möglichen Vorbeugung, aber auch zu ergänzenden Therapiemöglichkeiten und zu Methoden der Krankheitsverarbeitung in unserer onkologischen Patientengruppe.
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Es besteht die Möglichkeit die Teilnahme an unserer ‚Frauengruppe' zu frauenspezifischen Fragen.
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Es besteht die Möglichkeit zu intensiven Einzelgesprächen mit dem Therapeuten, sooft Bedarf von Seiten der Betroffenen besteht.
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Aktive Physiotherapien zur lokalen - wie etwa Schulter-Arm-Gymnastik in der Gruppe oder im Wasser - und allgemeinen Konditionierung mit einem individuellen Belastungssprofil.
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Passive Physiotherapien, wie etwa manuelle Lymphdrainagen.
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Im Bedarfsfall Versorgung mit notwendigen Hilfsmitteln unmittelbar vor Ort.
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Entspannungstherapie, bevorzugt in Form der Progressiven Muskelentspannung.
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Eine personenbezogene sozialmedizinische Beratung.
Neben einer wirksamen medizinischen Behandlung wollen wir erreichen, dass die Patientin in die Lage versetzt wird mit ihrer Krankheit, den Folgen, den notwendigen Therapien und deren zum Teil leider gravierenden Auswirkungen umzugehen. Die eigene Betroffenheit und schwierige emotionale Situation soll bewältigt und Möglichkeiten einer positiven Lebensperspektive aufgezeigt werden. Dies sind Hauptanliegen unserer Behandlung.
Die schnelle Rekonvaleszenz und die Vermeidung oder zumindest Reduzierung von Nebenwirkungen der unterschiedlichen onkologischen Therapien sind wichtige Teilaspekte unserer Behandlung. Unser Team beherrscht u. a. die Technik einer sehr nebenwirkungsarmen Anwendung der Chemotherapie genauso, wie die Vermeidung bzw. Behandlung des Armlymphödems, einer nicht seltenen und gravierenden Nebenwirkung der Therapie.
Die Wirksamkeit dieser Form der Therapie auf die Lebensqualität ist wissenschaftlich belegt und wird von uns ständig mit aktuellen Erhebungsmethoden kontrolliert.
Die Therapie des Mammakarzinoms ist in der Regel mit dem Ende der Rehabilitationsbehandlung nicht abgeschlossen, sondern erfordert weiteres persönliches Engagement. Die Patientinnen haben während des Aufenthaltes an unserer Klinik die Möglichkeit alle wichtigen Informationen zu erhalten, die notwendigen therapeutischen Techniken zu erlernen und auf persönliche Akzeptanz zu überprüfen, um danach gezielt die Gesundung fortführen zu können.
Auf diesem Weg sehen wir die Einbindung in eine Gruppe der "Frauenselbsthilfe nach Krebs" als einen wichtigen Schritt, gern vermitteln wir auf Wunsch den entsprechenden Kontakt, da wir sehr eng mit den Selbsthilfegruppen in unserem Umfeld zusammenarbeiten und diese mit unseren Möglichkeiten unterstützen. Bitte sprechen Sie uns an.
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