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Behandlungsspektrum


Magen-Darm Tumore

Mein Krankheitsverlauf
Behandlungsprogramm
Musterbehandlungsplan
Wirksamkeit
Nachsorge

Tumorerkrankungen im Magen-Darm-Trakt - Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Gallenwege und Pankreas - führen vielfach zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität, entweder durch die Grunderkrankung selbst, durch die Ergebnisse der häufig schwierigen und eingreifenden Operationen, durch die belastenden Folgen etwa notwendiger Chemo- oder Strahlentherapie oder durch die Auswirkungen im persönlichen oder sozialen Bereich.

Häufig wird die Erkrankung durch einen erheblichen Gewichtsverlust aufgrund einer gestörten Nahrungsaufnahme bzw. -verwertung, Stuhlinkontinenz, die Anlage eines Ileo- oder Colostomas oder auch durch sexuelle Störungen, begleitet.

Zu allen Auswirkungen der Krankheit bieten wir Verständnis, Information und umfassende Hilfe für jeden einzelnen Patienten in seiner jeweils individuellen Situation an.

"Mein" Krankheitsverlauf

Viele Jahre habe ich als Berufskraftfahrer sehr unstet gelebt. Stress und Zeitdruck führten dazu, dass ich sehr unregelmäßig zum Essen kam und die Pausen dazwischen mit Zigaretten und Kaffee zu überbrücken versuchte. Zuerst war es mir gar nicht so bewusst geworden, dass sich mein Stuhlgang änderte, Blähungen, Verstopfungen, dann wieder häufige, sehr weiche Stuhlgänge, schließlich auch Blutspuren.

Als ich mich dann endlich zu einer Untersuchung dieser unangenehmen Geschichte entschließen konnte war es ein schwerer Schlag, als mir erklärt wurde, dass ich Dickdarmkrebs habe. Die Operation, leider mit Anlage eines künstlichen Ausgangs (Stoma), anschließend die Chemotherapie haben sehr an meinem Körper und meiner Psyche gezehrt. Die Krankheit macht mir Angst, das Stoma stört mein Selbstbild, seine Versorgung fällt mir schwer und ich merke jetzt, dass auch meine Potenz geschwunden ist.

Mir ist unklar und es macht mir Angst, wie es gesundheitlich und beruflich für mich und meine Familie weitergehen wird.

Behandlungsprogramm

Während des Aufenthaltes werden die Betroffenen vom ersten bis zum letzten Tag vom gleichen Arzt begleitet, der ihr erster und täglicher Ansprechpartner ist und umfangreiche Erfahrungen in der Behandlung gastrointestinaler Tumore hat.

Das Therapieprogramm orientiert sich sehr individuell am konkreten Behandlungsfall, da jeder Betroffene seine ureigene Erkrankung, seine persönliche Geschichte und seine ganz konkreten Erwartungen an die Therapie in die Klinik mitbringt.
Deshalb wird ihr persönlicher Behandlungsplan nach einer gründlichen medizinischen Untersuchung am ersten Tag des Aufenthaltes gemeinsam mit ihnen erstellt, seine Umsetzung wird in einem sehr engmaschigen System von Patient-Arzt-Kontakten mehrfach pro Woche kontrolliert und immer wieder auf seine Sinnhaftigkeit, seine Umsetzbarkeit durch sie und seine Ergebnisse kontrolliert. Etwa notwendige Änderungen können so sehr schnell erfasst und umgesetzt werden.

Musterbehandlungsplan

Der Therapieplan beinhaltet in der Regel folgende Komponenten:

  • Die Behandlung von Komplikationen, wie etwa Wundheilungsstörungen
  • Laufende Chemotherapien werden genauso überprüft und weitergeführt, wie die Therapie etwaiger Begleitkrankheiten.
  • Informationsvermittlung zur Krankheit, zur weiteren Therapie, zur möglichen Vorbeugung und zu  Methoden der Krankheitsverarbeitung in unserer onkologischen Patientengruppe
  • Es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an unserer ‚Männergruppe' zu geschlechtsspezifischen Fragen
  • Es besteht die Möglichkeit zu intensiven Einzelgesprächen mit dem Therapeuten
  • Umfassende und detaillierte Ernährungsberatung
  • Aktive Physiotherapien zur lokalen - wie etwa eine auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten ausgerichtet Beckenbodengymnastik - und allgemeinen Konditionierung mit individuellem Belastungssprofil
  • Methoden der Stoma - bzw. Inkontinenzbehandlung
    Stoma- und Inkontinezversorgung
  • Hilfestellung im Abbau sexueller Funktions- und Erlebnisstörungen
  • Passive Physiotherapien, wie etwa manuelle Lymphdrainagen, sofern ein Lymphödem entwickelt wurde
  • Entspannungstherapie, bevorzugt in Form der Progressiven Muskelentspannung
  • Personenbezogene sozialmedizinische Beratung

Wirksamkeit

Neben einer wirksamen medizinischen Behandlung wollen wir erreichen, dass der Patient in die Lage versetzt wird mit seiner Krankheit, den Folgen, den notwendigen Therapien und deren zum Teil leider gravierenden Auswirkungen umzugehen. Die eigene Betroffenheit und schwierige emotionale Situation soll bewältigt und Möglichkeiten einer positiven Lebensperspektive aufgezeigt werden. Dies sind Hauptanliegen unserer Behandlung.

Die schnelle Rekonvaleszenz und die Vermeidung oder zumindest Reduzierung von Nebenwirkungen der unterschiedlichen onkologischen Therapien sind wichtige Teilaspekte unserer Behandlung. Unser Team beherrscht u. a. die Technik einer sehr nebenwirkungsarmen Anwendung der Chemotherapie, die Vermeidung oder Behandlung von Harn- und/oder Stuhlinkontinenz, genauso wie die optimale Versorgung von Stomata. Sehr wichtig ist eine entsprechend des jeweiligen Erkrankungsbildes optimierte Ernährungstherapie.

Darüber hinaus bieten wir ihnen alle Möglichkeiten der Behandlung sexueller Störungen, wie etwa der Potenzschwäche.

Die Wirksamkeit unserer Therapien auf die Lebensqualität ist wissenschaftlich belegt und wird von uns ständig mit aktuellen Erhebungsmethoden kontrolliert.

Nachsorge

Die Therapie von Tumoren im gastrointestinalen Bereich ist in der Regel mit dem Ende der Rehabilitationsbehandlung nicht abgeschlossen, sondern erfordert weiteres persönliches Engagement. Die Patienten haben während des Aufenthaltes an unserer Klinik die Möglichkeit alle wichtigen Informationen zu erhalten, die notwendigen therapeutischen Techniken zu erlernen und auf persönliche Akzeptanz zu überprüfen, um sich danach gezielt präventiv verhalten zu können.

Auf diesem Weg sehen wir die Einbindung in eine Selbsthilfegruppe als einen wichtigen Schritt. Gerne vermitteln wir auf Wunsch den entsprechenden Kontakt, da wir sehr eng mit den Selbsthilfegruppen in unserem Umfeld zusammenarbeiten und diese mit unseren Möglichkeiten unterstützen. Bitte sprechen Sie uns an.

  Neurologische Frührehabilitation
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