Neurologie
Die neurologische Abteilung verfügt über insgesamt 141 Betten, davon in der Phase B-Station 31 und in den Bereichen der Phasen C/D insgesamt 110.
Ausrichtung:
-
Akute und chronische Erkrankungen mit Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems
-
Schlaganfälle und Zerebrovaskuläre Erkrankungen
-
Schädel-Hirn-Trauma
-
Entzündliche, chronisch-entzündliche, demyelinisierende Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Chorea Huntington)
-
Neuromuskuläre Erkrankungen, Myopathien
-
Epileptische Anfälle
-
Nervendurchtrennungen, Plexusschädigungen
-
Tumoren des Nervensystems
-
Gefäßoperationen an Hals- und Gehirnarterien
-
Bandscheibenerkrankungen
-
HWS-Schleudertrauma
-
Chronische Schmerzzustände (z. B. Kopfschmerzen, Migräne)
-
Schlafstörungen
Besonderheiten:
EMT
Es handelt sich um eine Methode, bei der Imagination (Vorstellung von Bewegungen) getriggerte Muskelstimulation und krankengymnastische bzw. ergotherapeutische Übungen kombiniert werden. Mit Hilfe von Elektroden werden sehr geringe Aktionspotentiale, die bereits bei der Vorstellung von Bewegungen auftreten können, induziert und über "Erfolgselektroden" eine Muskelkontraktion ausgelöst. Dabei gelingt es, das sogenannte pathologische Bewegungsmuster zu vermeiden und zielgerichtete Bewegungen auszulösen. Verstärkt wird der Übungseffekt durch die Anwendung bestimmter Übungen aus dem Bereich der Krankengymnastik und Ergotherapie. Erfolgreich angewandt werden kann dieses Verfahren auch bei kompletten Lähmungen (Plegien), da hier in der Regel dennoch geringe Aktionspotentiale ausgelöst werden können. Die hochempfindliche Elektronik ist in der Lage, diese Signale ausreichend zu verarbeiten.
Kunst-/Gestaltungstherapie
Diese Therapieform eignet sich zur Therapie von Konzentrationsstörungen, gestörter Handlungsplanung, Wahrnehmungsstörungen, räumliche Aufmerksamkeitsstörungen und Sprachstörungen. Wichtig sind Übungen mit konkreten gegenständlichen Inhalten, da abstraktes häufig für neurologische Patienten befremdlich und überfordernd ist. Dabei wird mit Methoden wie Malen, Ausmalen, Ergänzen von Formen, Zusammenfügen von Formen, Ordnen von Bilderreihen sowie dem Zuordnen von Namen und Bildern gearbeitet.
Atem- und Singtherapie
Mit der Atem- und Singtherapie ist eine störungsbildübergreifende Gruppentherapie jetzt neu im Angebot der Klinik. In der Neurologie greift sie, da über rechtshemisphärische Fähigkeiten, wie Rhythmik und Prosodie (Sprachmelodie) die linke Hirnhälfte automatisch stimuliert wird. Sie ist bei hypofunktionellen Stimmstörungen angebracht, um die Stimme zu kräftigen.
Die gesamte Atemmuskulatur wird trainiert und wirkt sich somit gleichzeitig positiv auf die Rumpfstabilität aus. Das Atemvolumen vergrößert sich. Der Artikulationsapparat wird beim Singen gefordert, da die Texte an das Tempo, an Melodie und Rhythmus gebunden sind. Auch auf die mimische Muskulatur hat das Singen Einfluss. Die Liedtexte werden interpretiert, der Gesichtsausdruck ändert sich. Die Mimik wird lebendiger. Und nicht zuletzt können wir den Patienten durch das Singen zusätzlich Lebensqualität vermitteln und die Stimmung verbessern. Denn Niedergeschlagenheit und Depressionen sind nach einem drastischen Ereignis, wie z. B. ein Schlaganfall, oftmals die Folge.
Orthopädie
Die orthopädische Abteilung verfügt über 90 Betten.
Im Rahmen des Qualitätssicherungsverfahrens des VDR (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) wurde die orthopädische Abteilung der Heinrich Mann Klinik als beste Thüringens ausgezeichnet.
Ausrichtung:
-
Anschlussheilbehandlungen nach Gelenkersatzoperationen (Hüft-, Knie-, bzw. Schulterendoprothetik), Wirbelsäuleneingriffen (Bandscheibenvorfälle, Dekompressions-, Fusions- und frakturstabilisierende Verfahren), rheumaorthopädischen Operationen sowie nach korrigierenden bzw. wiederherstellenden Operationen einschließlich Frakturen des Stütz- und Bewegungsapparates
-
Knochenstoffwechselerkrankungen, insbesondere Osteoporose
-
Chronisch-degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie Folgezustände nach Verletzungen
-
Sportverletzungen, Sportschäden
-
Entzündliche sowie stoffwechselbedingte Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises mit Manifestation am Skelettsystem (u. a. chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Gicht)
-
Behandlung nach Amputationen von Extremitäten
-
Nachsorge bei Tumor- bzw. Systemerkrankungen des Skeletts unter Einschluss von Metastasierungen
Onkologie
In der onkologischen Abteilung stehen 40 Betten zur Verfügung.
Ausrichtung:
-
Solide Tumore des Gastrointestinaltraktes, des Urogenitaltraktes, der Geschlechtsorgane sowie des Zentralnervensystems
-
Lymphome und hämatologische Erkrankungen
-
Folgekrankheiten nach onkologischen Erkrankungen oder auch Therapiefolgen
-
Polymorbide Patienten mit internistischen, gynäkologischen, neurologischen und orthopädischen Begleiterkrankungen
|