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Oftmals zeigt sich zunächst ein wechselndes Beschwerdebild mit schubartig auftretenten Gelenkschmerzen, Abschwächung und Verkürzung der gelenkführenden Muskulatur, später auch Gelenkergüssen, Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit und Reduzierung der Gehstrecke.
Neben der primären Gonarthrose/Coxarthrose mit einem generalisierten Knorpelverschleiss am Knie- bzw. Hüftgelenk, findet man häufig auch eine sekundäre Arthrose, die nach den folgenden Erkrankungen auftritt: gelenknahe Frakturen, Kapsel-/Bandläsionen, Achsfehlstellungen, unspezifische oder rheumatologisch bedingte Entzündungen, Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Chondrocalzinose.
Frau K. hatte bereits seit einem halben Jahr Schmerzen beim Gehen, welche erstmalig im Urlaub auftraten. Der medikamentöse Versuch erbrachte eine kurzzeitige Besserung der Beschwerden. Nach einer röntgenologischen Untersuchung beim Orthopäden wurde ihr mitgeteilt, dass sie weiter die Medikamente gegen die Schmerzen nehmen solle, da noch keine Operationsindikation bestand.
Da die Beschwerden jedoch immer stärker wurden, die Patientin konnte nur noch im Hause sich zurechtfinden, Einkäufe mit schweren Taschen waren nicht mehr möglich, konsultierte sie erneut einen Orthopäden. Nun war die Operation nicht mehr aufzuschieben. Es erfolgte eine internistische Abklärung des Herzens. Dann ging es sehr schnell, der Operationstermin stand fest. Nach der Operation war das Gehen aber noch sehr mühsam. Durch die Rehabilitation in der Kiliani-Klinik konnte die Patientin eine völlige Schmerzfreiheit erreichen und alle Aktivitäten des täglichen Lebens wieder durchführen.
In der Kiliani-Klinik kommen abhängig von der Gesamtsituation des Patienten sowie der Vorgaben zur Belastbarkeit durch den Operateur entsprechend differenzierte, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmte Behandlungsprogramme zur Anwendung.
Sowohl für die einzelnen Therapiemodule als auch für jedes Therapieprogramme liegen Indikationslisten vor, welche die Kriterien genau festlegen, wann eine Therapie für den jeweiligen Gesundungszustand des Patienten wirklich geeignet ist. Die Aufnahme in ein Therapieprogramm wird während der ausführlichen Aufnahmeuntersuchung überprüft und festgelegt und im Rahmen der Visiten zweimal wöchentlich überprüft. Als wichtige Ergänzungen kommen, je nach Bedarf, auch die sozialtherapeutische und psychologische Betreuung sowie diätetische Maßnahmen mit entsprechender Ernährungsberatung hinzu.
Die Behandlungspläne variieren je nach individueller Behandlungssituation des Patienten. Einen Beispielhaften Wochenbehandlungsplan können Sie hier ansehen.
Behandlungsziel ist die Verbesserung der Gesamtmobilität und weitest gehende Wiederherstellung der Funktion der operierten Extremität sowie die Wiedererlangung der Selbstständigkeit im täglichen Leben. Folgende Teilziele werden dabei behandelt:
Weitere Behandlungsziele sind insbesondere bei erheblicher dauerhafter Funktionseinschränkung, die psychische Stabilisierung und das Erlernen von Strategien zur Krankheitsverarbeitung.
Zur Kontrolle des Therapieerfolges kommt ein Evaluationsbogen zur Anwendung, der im Rahmen der Zertifizierung der Klinik erarbeitet wurde.
Um den langfristigen Behandlungserfolg zu sichern, sollten die in der Klinik erlernten Übungen zu Hause fortgesetzt werden. Dazu wird den Patienten ein Heimtrainingsprogramm vermittelt.
Darüber hinaus bietet die Kiliani-Klinik nach einem Rehabilitationsaufenthalt zur Endoprothesenversorgung ein Optimierungsprogramm an. Neuere Studien zeigen, dass auch nach erfolgreicher Rehabilitation Defizite wie schnelles Ermüden bei längeren Gehwegen häufig vorkommen. Selbst ein halbes Jahr nach der Operation ist vor allem die Kraft der Muskeln, die das Gelenk bewegen, noch immer abgeschwächt.
Dies gilt zum einen für die maximale Kraft (wie stark ist der Muskel) als auch für die Kraftausdauer (wie lange kann der Muskel arbeiten). Durch diese fehlende Kraft kommt es dazu, dass sich auch nach erfolgreicher Operation das Gangbild einer Person mit künstlichem Gelenk von dem einer Person ohne künstliches Gelenk unterscheidet. Dieses beeinträchtigte Gangverhalten geht mit einer vermehrten Herz-/Kreislaufbelastung einher. Auch führen schneller ermüdbare Muskeln zu einer erhöhten Gelenkbelastung. Zudem können abrupte Beanspruchungen wie z. B. Stolpern weniger gut abgefangen werden.
Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde das Optimierungs-Programm nach Endoprothesenversorgung in der Kiliani-Klinik entwickelt. Bitte sprechen Sie uns für weitere Informationen an.
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