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Die Osteoporose gehört zu den zehn wichtigsten Volkskrankheiten. Da die Beschwerden häufig nicht sehr spezifisch sind, wird dieses Krankheitsbild nicht immer rechtzeitig erkannt. Wichtige Anhaltspunkte sind:
Risikofaktoren sind unter anderem ein höheres Lebensalter, niedriges Gewicht, körperliche Inaktivität. Die Diagnose wird durch Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren gesichert.
Als die Schmerzen im Rücken während meiner Tätigkeit in der Landwirtschaft immer stärker wurden, suchte ich meinen Hausarzt auf, dieser stellte den Verdacht auf Osteoporose. Er riet mir, da ich aufgrund meines Berufs körperlich gefordert bin, eine Rehabilitationsmaßnahme zu beantragen. Mit der Zeit wurden die Schmerzen immer stärker und ich merkte, dass meine Haltung immer gebeugter wurde.
Nach längerem Überlegen entschloss ich mich zu einem stationären Aufenthalt. Hier wurde die Diagnose der Osteoporose bestätigt. Während dieser Zeit machte ich intensiv Muskelaufbautraining sowie Krankengymnastik im Wasser und im Trockenen. Die Schmerzen und auch meine Körperhaltung haben sich verbessert. Zur Stabilisierung trage ich jetzt bei schweren Arbeiten ein individuell angefertigtes Korsett.
Am Aufnahmetag erfolgt eine umfassende Aufnahmeuntersuchung. Wichtig ist dabei im Aufnahmegespräch zu erfahren, welche Medikamente eingenommen werden. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Patienten die vier oder mehr Medikamente regelmäßig einnehmen - insbesondere solche, die das zentrale Nervensystem dämpfen - eine erhöhte Sturzgefahr haben.
Die Untersuchung umfasst einen orthopädischen und einen neurologischen Teil, um Kraftdefizite festzustellen. Eine zusätzlich internistische Untersuchung deckt Einschränkungen der Herz-/Kreislaufleistung auf. Nachdem der Befund erhoben wurde, wird zusammen mit dem Patienten das Therapieziel festgelegt, die Art der Anwendungen besprochen und die Häufigkeit der Anwendungen anhand der gegebenen Leistungsfähigkeit festgelegt.
Bausteine der Therapie sind die medikamentöse Therapie, die Krankengymnastik und medizinische Trainingstherapie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur, insbesondere der Rückenstrecker. Die Intensität der Krankengymnastik und der medizinischen Trainingstherapie wird dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst. So wird oftmals am Anfang der Therapie ein isometrisches Muskeltraining eingesetzt.
Der Aufbau der Muskulatur dient nicht nur der Sturzprophylaxe. Durch den Muskelzug am Wirbelkörper wird ein Reiz für den Knochenaufbau gesetzt und damit die Knochendichte verbessert. Bewährt hat sich auch die Krankengymnastik im Bewegungsbad.
Ergänzt wird diese aktive Therapie durch nichtmedikamentöse Schmerztherapie wie Elektrotherapie, Thermotherapie und gelegentlich Akupunktur.
Eine wichtige Rolle spielt die Sturzprophylaxe, wobei das Training der Balance eine zentrale Rolle spielt. Gute Erfahrungen konnten dabei mit Thai Chi gesammelt werden.
Im Bedarfsfall werden Hilfsmittel wie Hüftprotektoren, Rumpforthesen oder Gehhilfen verordnet.
Die Behandlungspläne variieren je nach individueller Behandlungssituation des Patienten. Einen Beispielhaften Wochenbehandlungsplan können Sie hier ansehen.
Alle angewendeten Therapien haben ihre Wirksamkeit nachgewiesen. Wichtig ist die Mitarbeit der Patienten. Der Erfolg der Therapie kann durch einfache Funktionstests nachgewiesen werden. Ziel der Therapie ist die Erhaltung der Lebensqualität und der Selbständigkeit, die Reduktion vorhandener Schmerzen und die Sturzvermeidung.
Während der Therapie wird die Grundlage für die selbständige Anwendung eines Übungsprogrammes zu Hause gelegt. Jeder Patient erhält entsprechend seiner Leistungsfähigkeit vom betreuenden Physiotherapeuten und Sporttherapeuten ein krankengymnastisches Übungsprogramm, das er selbstständig täglich durchführen sollte. Dabei soll die Dekonditionierung durch gezieltes Training zu Hause verhindert werden. Ein Kontakt zu den lokalen Selbsthilfegruppen kann zusätzlich helfen, den Therapieerfolg nachhaltig zu sichern. Wir helfen Ihnen gerne, Kontakte zu Selbsthilfegruppen herzustellen. Bitte sprechen Sie uns an.
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