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Behandlungsspektrum


Neuromuskuläre Erkrankungen

Symptome
Mein Krankheitsverlauf
Behandlungsprogramm
Musterbehandlungsplan
Wirksamkeit
Nachsorge

Symptome

Die Gruppe der neuromuskulären Störungen umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen, die zum Leitsymptom der muskulären Schwäche führen. Häufig sind die Ursachen nicht oder nur zum Teil bekannt. Oftmals kommen degenerative Erkrankungen, immunologische oder entzündliche Störungen, aber auch endokrine und toxische Einflüsse in Frage. Ursächliche Behandlungsmethoden sind in vielen Fällen nicht bekannt.

Insofern steht die symptomatische Therapie zur Verzögerung des Krankheitsfort-schritts, zur Vermeidung von Komplikationen, zur Linderung der Auswirkungen der Erkrankung auf die Berufstätigkeit und zur Vermeidung von begleitenden Schmerzen im Vordergrund.

"Mein" Krankheitsverlauf

Seit Monaten bemerkte Thorsten K. bereits eine Veränderung beim Gehen. War es zunächst bei längerer Gehstrecke eine vermehrte Schwere in den Beinen, so traten später eine Schwäche beider Beine bereits in Ruhe und ein leichtes Taubheitsgefühl hinzu. Häufig stürzte er. Als schließlich auch die Arme immer schwerer wurden, kam es zu einer differenzierten Abklärung.

Die Ärzte diagnostizierten eine Immun-Nervenentzündung und behandelten mit Cortison. Hierunter schritten zunächst die Beschwerden nicht weiter fort. Eine Rückbildung wollte sich jedoch (noch) nicht einstellen. "Erst in der Reha habe ich dann eine deutliche Besserung gespürt." In der kontinuierlichen, geduldig ausgeführten Krankengymnastik, einzeln und in der Gruppe, spürte Thorsten K. wieder den Kraftzuwachs und den Wiedergewinn der Gangstabilität bei verbesserter Ausdauer.

Behandlungsprogramm

Das Rehabilitationskonzept ist ganzheitlich ausgerichtet. Das heißt, dass neben den Symptomen der neuromuskulären Erkrankungen auch die speziellen Bedürfnisse und die emotionale Situation des Patienten eine besondere Berücksichtigung finden.

Kernpunkte der multiprofessionellen Behandlungsprogramme sind die Krankengym-nastik, Sporttherapie, Sprach- und Schlucktherapie, Ergotherapie und (Neuro-) Psychologie. In der Frührehabilitation nimmt die aktivierende Rehabilitationspflege in Abstimmung mit den anderen Disziplinen einen besonders breiten Raum ein. In der weiterführenden Rehabilitation steht das Wiedererlernen von Alltagsaktivitäten und somit die Förderung der Selbsthilfefähigkeit im Mittelpunkt.

Musterbehandlungsplan

Einen Musterbehandlungsplan für "den" typischen Patienten mit einer neuromusku-lären Erkrankung gibt es nicht. Die Beteiligung der unterschiedlichen Disziplinen richtet sich nach dem individuellen Störungsmuster und den hieraus resultierenden Behinderungen im Alltag bzw. im Berufsleben. Eine optimale Rehabilitation setzt die Abstimmung der Therapie mit den individuellen Zielen des Patienten voraus.

Wie bei chronischen Krankheiten nehmen die Hilfen zur Krankheitsbewältigung einen breiten Raum ein. Viele Betroffene sind auch unter Inkaufnahme starker Einschränkungen, trotz Behinderung, berufstätig. Hier gilt es, konzentriert über die Leistungen aller Rehabilitationsträger zur Teilhabe am Berufsleben zu informieren und individuell zu unterstützen, um alle erforderlichen Angebote in Anspruch nehmen zu können.

Wirksamkeit

Bei den neuromuskulären Erkrankungen handelt es sich nicht um häufige Störungen. In der Kiliani-Klinik, die hier einen großen Schwerpunkt setzt, haben Ärzte und Therapeuten viele Erfahrungen mit Erkrankungen, die sonst im Alltag von Neurologen oder Physiotherapeuten eher selten sind. Diese Erfahrung schafft Kompetenz, die unmittelbar den Patienten zugute kommt.

Aufgrund der häufigen orthopädischen Komplikationen und Schmerzen als Begleitsymptome ist bei neuromuskulären Störungen in der Kiliani-Klinik die Zusammenarbeit mit der orthopädischen Abteilung, die auch eine zertifizierte Schmerztherapie umfasst, für den Patienten besonders nutzbringend.

Darüber hinaus arbeitet die Kiliani-Klinik kontinuierlich mit dem neuro-muskulären Zentrum Erlangen-Nürnberg zusammen, wo neueste wissenschaftliche Fortschritte in der Diagnostik, Entstehung und Therapie der neuromuskulären Erkrankungen analysiert und diskutiert werden.

Nachsorge

Nach dem Aufenthalt in der Kiliani-Klinik sollte die Behandlung weitergeführt werden. Da es sich bei den neuromuskulären Störungen in der Regel um eine chronische, lebensbegleitende Erkrankung handelt, ist ein kontinuierlicher Therapiebedarf für Krankengymnastik, Ergotherapie und/oder Massage gegeben. Oftmals gehen von der intensiven Therapie in der Klinik wichtige Impulse für die Therapie am Heimatort aus. Auch können Kontakte zu Selbsthilfegruppen vermittelt werden. Bitte sprechen Sie uns dazu an.

Ambulante Therapien können selbstverständlich auch in der Kiliani-Klinik durchgeführt werden.

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