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Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psycho-Kardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee zu den Vorreitern dieser immer mehr an Bedeutung gewinnenden Spezialdisziplin der Medizin.
Risikofaktoren richtig einschätzen
Seit der Antike sind Zusammenhänge zwischen seelischen Belastungen und Herz-krankheiten bekannt. Was Laien und Fachleute immer schon angenommen haben, konnte durch wissenschaftliche Studien - unter Beteiligung der Dr. Becker Klinik Möhnesee - in den letzten Jahren nachgewiesen werden: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Erkrankungen der Psyche und solchen des Herzens. So können z. B. Angsterkrankungen physische Prozesse negativ beeinflussen - biologische Erklärungsversuche führen dies u. a. auf einen veränderten Hormonspiegel bei psychischen Störungen zurück.
Daraus folgt: Einerseits müssen psychische Belastungen genauso wie z. B. erhöhter Blutdruck, eine Fettstoffwechselstörung oder eine Zuckerkrankheit, als Risikofaktoren für Herzerkrankungen fachgerecht behandelt werden. Andererseits sind schnellere und nachhaltigere Behandlungserfolge bei z. B. Depressionen möglich, wenn kardiologische Symptome rechtzeitig diagnostiziert und gezielt mit therapiert werden.
Das Zentrum für Psycho-Kardiologie leistet beides
Da in der Dr. Becker Klinik Möhnesee eine kardiologische und eine psychosomatische Abteilung unter einem Dach vereint sind, bestehen beste Voraussetzungen für eine ganzheitlich ausgerichtete psycho-kardiologische Therapie. Denn sowohl das medizinisch-therapeutische Wissen als auch die notwendigen technisch-diagnostischen Einrichtungen beider Bereiche stehen unmittelbar zur Verfügung. Kurze Wege ermöglichen den Behandlungsteams fast jederzeit fachübergreifende Gespräche und optimieren somit die Zusammenarbeit. Auf Basis dieser langjährigen Erfahrungen wurde das Zentrum für Psycho-Kardiologie gegründet.
In einer aktuellen Leitlinie ist die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in 2008 auf die psychosozialen Faktoren bei Herzerkrankungen eingegangen.
Neue Therapiekonzepte auf Basis wissenschaftlicher Fakten
Mit Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, dem Inhaber der ersten Professur für Psychokardiologie der Universität Göttingen, wurden Forschungsprojekte realisiert.
Darüber hinaus kooperiert im wissenschaftlichen Bereich das Zentrum für Psycho-Kardiologie mit der Universität Köln und dem Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften der Universität Würzburg. "Die Zusammenarbeit soll die neuesten Erkenntnisse aus diesem bisher recht stiefmütterlich behandelten, aber vielversprechenden medizinischen Zweig sichern", erklären die beiden Chefärzte (Kardiologie und Psychosomatik) der Dr. Becker Klinik Möhnesee, die zu den Mitbegründern der Psycho-Kardiologie in Deutschland gehören.
"Psychokardiologie - Kardiopsychosomatik" Die Bedeutung von psychosozialen Faktoren in der Kardiologie Rainer Schubmann, Bettina Seekatz Zeitschrift für Komplementärmedizin, Ausgabe 2/2011, 12-19
Die Presseerklärung zur Psycho-Kardiologie finden Sie hier.
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Julius-Maximilian-Universität Würzburg
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Universität zu Köln
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Georg-August-Universität Göttingen
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Unseren Flyer zur Psycho-Kardiologie können Sie hier herunterladen.
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