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Ein Schlaganfall ist ein Schicksalsschlag, der jeden treffen kann. Ein Schlaganfall, sei es durch Verschluss einer hirnversorgenden Arterien, sei es durch eine Blutung im Gehirn, trifft auch immer mehr jüngere Menschen. Die Symptome können vielfältig sein:
Eine Lähmung, Arm oder Bein, oder beide Gliedmaßen einer Körperseite betreffend ist häufig. Sehstörungen in Form von halbseitiger Gesichtsfeldeinschränkung können auftreten. Es kann zu plötzlicher Sprachlosigkeit, Sprachverständnisstörung oder Artikulationsstörung kommen (Aphasien und Dysarthrien).
Gefühlsstörungen halbseitig oder auch nur Arm, Bein oder Gesicht betreffend, Augenbewegungsstörungen, mit und ohne für den Patienten wahrnehmbaren Doppelbildern und mit und ohne für den Betrachter wahrnehmbaren Fehlstellungen der Augen können eintreten.
Neuropsychologische Störungen, oft für den Laien nicht unmittelbar verständlich oder nicht als Krankheit erkennbar, wie die gestörte Krankheitseinsicht, Anosognosie, wie Orientierungsstörungen und auch scheinbar charakterliche Besonderheiten wie Impulskontrollstörungen können auftreten. Nicht selten ruft ein Schlaganfall eine begleitende Depression hervor.
Heinz M. war 58 Jahre alt und noch voll berufstätig. Er hatte keine auffälligen Vorerkrankungen, ging gelegentlich zum Arzt zur Vorsorgeuntersuchung. Dieser stellte keine Besonderheiten fest, der Blutdruck war manchmal ein wenig erhöht. Heinz M. klagte ab und zu über Kopfschmerzen, die er jedoch selber zu Hause mit Tabletten behandelte.
An einem Morgen im September jedoch fühlte er sich unwohl, hatte Kopfschmerzen, ihm war schwindelig, schon das Aufstehen bereitete ihm große Schwierigkeiten. Bereits wenige Minuten nach dem Aufsuchen des Badezimmers musste er sich wieder hinlegen und - plötzlich konnte er seine rechte Seite nicht mehr spüren und kaum noch bewegen. Seine Frau rief den Notarzt, der ihn in das nächste Krankenhaus einlieferte. Die Verdachtsdiagnose "Schlaganfall" wurde nach einer computertomographischen Untersuchung bestätigt.
Heinz M. machte sich viele Gedanken zu seinem weiteren Leben. Er hatte Angst vor einem neuen Schlaganfall, machte sich Sorgen um die weitere berufliche Zukunft und die Versorgung seiner Familie. Wegen der unglücklichen Lage des Schlaganfalls im Gehirn war ihm das Sprechen zunächst nicht möglich, er konnte nur einige Laute produzieren. Auch konnte er nicht alles, was ihm gesagt wurde, verstehen.
Für die genannten Störungen gibt es in der Rhein-Sieg-Klinik validierte Behandlungsprogamme, die dem individuellen Krankheitsbild und den Bedürfnissen des Patienten gerecht werden. So nimmt z. B. bei noch bewusstseinsgestörten Patienten die aktivierende und co-therapeutisch ausgerichtete Rehabilitationspflege einen wichtigen Platz ein - gestützt durch tägliche ärztliche Betreuung und kontinuierliche Anpassung der beübenden Therapien an die Belastbarkeit des Patienten. Bei bereits fortgeschrittener Rehabilitation mit Rückbildung von Lähmungen und wiedererlangter Teilselbständigkeit kommt motorisches Üben zum Einsatz sowie Taub'sches-Training.
Ein exemplarischer Therapieplan eines Schlaganfallpatienten mit mittelgradiger Halbseitenlähmung rechts und Sprachstörung kann beispielsweise so aussehen,
Haben Sie oder Ihr Angehöriger Fragen zu einer besonderen Behandlungsform oder Ihrer individuellen Störung - rufen Sie uns an oder mailen Sie uns, ein Oberarzt wird für Ihre Fragen da sein.
Die Wirksamkeit der bei uns angewandten Therapien ist wissenschaftlich belegt. Aus der Vielfalt der neurowissenschaftlichen Literatur über Plastizität des geschädigten Erwachsenengehirns und über den positiven Einfluss beübender Therapien können wir Ihnen gerne Literaturnachweise zur Verfügung stellen. Bitte sprechen Sie uns an.
Wir bieten regelmäßige Aphasie- und Schlaganfalltreffen für Patienten und Angehörige. In diesen Samstagsseminaren unter sprachheiltherapeutischer und ärztlicher Leitung wird ein Rahmen geboten zum strukturierten Austausch der Angehörigen untereinander, unterstützt durch Psychologen. Sprachheiltherapeutisch wird spielerisch mit alltagsrelevanten Übungen zum Selbsttraining angeleitet.
Vorträge zur Sekundärprävention stützen das Gesundheitsbewusstsein. Weitere Mitglieder des Rehabilitationsteams bieten Rat und Hilfe wie Diätassistentin und Sozialarbeiter. Auch ein Refreshertraining in unserer Lehrküche und Information über Hilfsmittel können in Anspruch genommen werden.
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