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Die Osteoporose ist ein nicht seltenes, aber häufig verkanntes Krankheitsbild. Folgende Leitsymptome sind für eine Osteoporose typisch:
Seit längerer Zeit hatte ich zunehmende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, ich bemerkte eine Zunahme der Wirbelsäulenkrümmung im Brustbereich. Ich fühlte mich einfach alt. Häufig wachte ich nachts aufgrund von Schmerzen auf, meine Mobilität ließ nach und ich war in meinem gewohnten Alltag zunehmend beeinträchtigt.
Meine Familie hatte darunter zu leiden, da ich mit ihr immer unzufriedener wurde, letztendlich weil ich mit mir selbst unzufrieden war. Mein Hausarzt konnte mir zunächst mit einer medikamentösen Schmerzbehandlung und mit Physiotherapie nicht wirklich helfen. Nach längerer Zeit wurde schließlich die Diagnose der Osteoporose gestellt und mir wurde - durch mehrere erfolglose ambulante Behandlungen klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. Eine Behandlung in einer auf die Therapie der Osteoporose spezialisierten Rehabilitationsklinik war erforderlich geworden.
Bei noch erforderlicher diagnostischer Abklärung eines Osteoporose-Verdachtes kommen die erforderlichen radiologischen (inklusive Knochendichte-Messung) und laborchemischen Methoden zur Anwendung, die gemäß den Leitlinien "Osteoporose des DVO" für die Diagnosestellung und zur Abgrenzung von anderen Knochenstoffwechselkrankheiten erforderlich sind.
Nach erfolgter Sicherung der Diagnose "Osteoporose" erhält jeder Patient eine differenzierte und individuell zugeschnittene Therapie. Neben der medikamentösen Therapie erfolgt die Teilnahme an der Osteoporose-Schule, die aus acht Programmteilen besteht. Aus dem Bereich der Physiotherapie erhält der Patient Krankengymnastik, Bewegungsbäder, ein dosiertes Muskelaufbautraining sowie physikalische Maßnahmen, wie Fango-Applikationen und Massagen für die häufig sehr schmerzhaft verspannte Rückenmuskulatur.
Häufig ist die Einleitung einer Schmerzentherapie (z. B. medikamentös, Akupunktur, Neuraltherapie) erforderlich.
Am Anreisetag findet das ärztliche Aufnahmegespräch mit der körperlichen Untersuchung statt. Nach Erfassung der Ausgangssituation werden gemeinsam mit dem Patienten Therapieziele und Therapieformen, die zur Anwendung kommen sollen abgestimmt. Der Behandlungsplan beinhaltet im allgemeinen täglich
In der Behandlung der Osteoporose ist die aktive Mitarbeit des Betroffenen elementar. So ist es zum Aufbau einer entsprechenden Motivation unumgänglich, den Prozess der Genesung für alle Beteiligten transparent zu gestalten. Wir erheben ständig eine Reihe wichtiger Parameter, um Therapiefortschritte festzustellen, Therapiepläne ggf. anzupassen und um ein bestmögliches Therapieergebnis gewährleisten zu können. Darüber tauschen wir uns im Behandlungsteam und im Gespräch mit dem Patienten laufend aus.
Wir analysieren und bewerten alle objektiven und subjektiven Kriterien. Dazu gehören vom Patienten einzuschätzende Daten zu z. B. Schmerzempfinden, Gehstrecke, Gangbild, Treppensteigen, Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens und vom Arzt einzuschätzenden medizinischen Parametern.
Die Behandlung der Osteoporose-Patienten erfolgt gemäß den Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO).
Veröffentlichung zur Osteoporose-Schule: K. M. Peters, M. Bode: "Nümbrechter Osteoporose-Schule" Steinkopff-Verlag Darmstadt, 2008
Die Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt mit detaillierten Therapieempfehlungen für den ambulant weiterbehandelnden Hausarzt bzw. Facharzt zur Fortführung der medikamentösen Osteoporose-Therapie sowie ggf. der Physiotherapie.
Darüber hinaus empfehlen wir die Durchführung einer erneuten Knochendichte-Messung mittels DXA nach in der Regel zwei Jahren.
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