Schlafstörungen

Unsere Patientengeschichte mit Behandlungsplan

Patientengeschichte Schlafstörungen
 
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    „Der Schlaf ist wie eine Taube: streckt man die Hand ruhig nach ihr aus, setzt sie sich drauf; greift man nach ihr, fliegt sie weg.“ (Paul Dubois)
    Meine Geschichte
    Patientengeschichte Schlafstörungen
    »Richtig bewusst geworden ist mir mein Problem erst, als eine Freundin mir geraten hat, etwas kürzer zu treten. Wir hatten uns eine Weile nicht gesehen und ich sah wohl sehr schlecht aus. Da wurde mir klar, dass auch meine Schlafmittel nicht auf Dauer helfen würden und ich Hilfe brauchte, um den Stress zu bewältigen, der mich nachts wach hielt.

    Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir eingeredet, dass meine Schlaflosigkeit nur eine schlechte Phase sei. Doch ich konnte immer schlechter einschlafen, habe noch im Bett über die Arbeit am nächsten Tag, die Urlaubsplanung, die Schule meiner Tochter nachgedacht. Ich war in einem Gedankenkarussell gefangen. Und je mehr ich nachgedacht habe, desto schlechter konnte ich einschlafen. Tagsüber war ich dann nur noch gereizt und unkonzentriert. Das ging über Monate so. Zum Arzt zu gehen, hat mich Überwindung gekostet. Danach war ich aber froh, dass ich es gemacht habe, denn er hatte gleich den Verdacht auf Burnout. So kam ich dann schließlich in die Reha. Hier lerne ich abzuschalten. Langsam schaffe ich es, mehr als vier Stunden pro Nacht zu schlafen und halte mich weniger mit Gedanken wie ,ich kann nicht schlafen‘ wach.«
    Michaela S., 42 Jahre (Patientin der Dr. Becker Klinikgruppe)
    Symptome Schlafstörungen
    80 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schlafen schlecht (DAK Gesundheitsreport 2017). Einschlafprobleme, Durchschlafstörungen oder zu frühes Aufwachen gelten dann als Schlafstörungen, wenn sie länger als vier Wochen bestehen und Menschen dauerhaft keinen erholsamen Schlaf finden – wenn sie nicht regenerieren.

    Schlafstörungen beeinträchtigen Betroffene körperlich und seelisch. Sie berichten oft, dass sie sich müde, unkonzentriert, niedergeschlagen oder lustlos fühlen. Viele haben Durchschlafstörungen, schlafen unruhig oder schlafen tagsüber ein. Auch wachen Menschen mit Schlafstörungen häufig zu früh auf und können nicht wieder einschlafen. Sie finden nicht zu einem gesunden Schlafrhythmus und leiden unter Schlaflosigkeit. Werden Schlafstörungen nicht behandelt, sinkt die Leistungsfähigkeit. Betroffene können z. B. nicht mehr die gewohnte berufliche Leistung erbringen, sind nicht mehr fähig, am Straßenverkehr teilzunehmen oder isolieren sich.
    Ursachen Schlafstörungen
    Die Ursachen für Schlafstörungen sind sehr verschieden. Bei manchen Betroffenen resultieren sie aus unregelmäßigen Tagesabläufen, z. B. durch Schichtarbeit. Auch können äußerliche Faktoren (wie Lärm) oder körperliche Beschwerden wie eine Schlafapnoe (Atemstillstände im Schlaf) zu Schlafstörungen führen. Häufig sind Schlafstörung jedoch mit psychischer Belastung und Stress verbunden. Auch psychosomatische Erkrankung wie Burn-out, Angst oder Depression können dazu führen, dass der Körper nicht mehr zur Ruhe kommt. Einige Erkrankungen, wie Depressionen, treten auch als Folge von Schlafproblemen auf.
    Behandlungsprogramm Schlafstörungen
    Oft ist eine Schlafstörung eine Nebendiagnose und auf psychische und psychosoziale Probleme zurückzuführen. In der Reha wird daher die Belastung behandelt, die zu den Schlafproblemen führt. Die Therapie setzt also bei den Ursachen, z. B. einer Depression oder Angststörung, an. Therapeut und Patient betrachten, wie sich im Verlauf dieser Erkrankung auch die Schlafstörung entwickelt hat und welche Schlafgewohnheiten verändert werden können. In Gesprächen zur Haupt-Symptomatik wird die Schlafstörung mitthematisiert. Patienten erhalten in ihrer Reha spezifische Informationen zum Thema Schlaf und Schlafstörungen beispielsweise in Gesundheitsvorträgen. Auch erfahren Betroffene, wie sie durch ein verändertes Schlafumfeld und eine verbesserte Lebensweise ihren Schlaf verbessern können und zu einer gesunden Schlafhygiene finden. Dazu tragen Vorträge und Kurse zu Ernährung, Bewegung, Entspannung oder Stressabbau bei. Therapeuten unterstützen ihre Patienten je nach Vorbelastung dabei, berufliche und private Konflikte zu lösen sowie Ängste abzubauen. So lernen die Patienten, belastende Gedanken zu verarbeiten. Schlafentzug oder Schlafrestriktionstraining, bei dem der Schlaf zeitweise reduziert wird, werden bei Schlafstörungen nur im äußersten Fall angewandt, meist jedoch nicht während der Reha.
    Schlafhygiene: So schaffen Sie die Grundvoraussetzungen für einen gesunden Schlaf
    • Das Bett nur zum Schlafen nutzen (nicht zum Arbeiten, Nachdenken, Fernsehen etc.)
    • Das Schlafzimmer dunkel, kühl und leise halten
    • Nur müde ins Bett gehen
    • Auf den Mittagsschlaf verzichten
    • Abends nicht mehr rauchen oder Alkohol trinken
    • 4 Stunden vor dem Zubettgehen kein Koffein mehr zu sich nehmen
    • Vor dem Zubettgehen keine größeren Mengen essen
    • Körperliche Anstrengung abends vermeiden
    • Nachts nicht auf die Uhr schauen
    • Schlafrituale schaffen
    • Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten (auch am Wochenende höchstens 30 Min. Abweichung)
    • Bei Einschlafproblemen: Eine Stunde vor dem Schlafen auf PC, Handy und TV verzichten (das Licht erinnert den Körper an Tageslicht)
    • Tagsüber aktiv sein und Sport treiben
    Behandlungsplan und Wirksamkeit Therapie Schlafstörungen
    Einen festen Behandlungsplan für Schlafstörungen gibt es nicht, da diese meist als Nebenindikation einer anderen Erkrankung mittherapiert werden – schauen Sie sich dafür unsere weiteren Behandlungsbeispiele an. So werden z. B. Schlafstörungen, die durch beruflichen Stress entstanden sind, gemeinsam mit dem Stressauslöser selbst in berufsbezogenen Therapien behandelt. Auch die Wirksamkeit ist somit verbunden mit dem Reha-Erfolg insgesamt.
    Experten-Interview Schlafstörungen
    Weshalb gesunder Schlaf so wichtig ist und wodurch er sich auszeichnet erklärt Dr. Andreas Schmidt, leitender Psychologe in der psychosomatischen Dr. Becker Burg-Klinik, im Interview.
    Nachsorge Schlafstörungen
    Patienten erhalten während ihrer Behandlung in den Dr. Becker Kliniken eine umfassende Beratung zur Nachsorge. Nach der Reha nehmen sie an Nachsorge-Angeboten teil, die an ihre Haupt-Symptomatik gebunden sind. Weiterbehandelnde Ärzte oder Psychotherapeuten bekommen einen umfassenden Bericht über erfolgte und empfohlene Maßnahmen. Die Patienten nehmen z. B. aus den Gesundheitsvorträgen ausführliche Informationen mit, durch die sie auch nach der Reha ihr Schlafverhalten beurteilen und verbessern können.

    Vermuten unsere behandelnden Therapeuten auch körperliche Ursachen, so erhalten die Patienten eine schriftliche Empfehlung für eine Untersuchung im Schlaflabor. Mit dieser Empfehlung können sich Betroffene an ihren niedergelassenen Arzt wenden, der sie weiter berät und an das Labor vermittelt.
    Kontakt Kliniken zur Behandlung von Schlafstörungen
    Ein Behandlungsangebot für Schlafstörungen bieten wir in den folgenden Dr. Becker Kliniken an:
    Dr. Becker Brunnen-Klinik
    Bundesland: NRW
    bei Paderborn, Bielefeld, Gütersloh
    Dr. Becker Burg-Klinik
    Bundesland: Thüringen
    bei Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt
    Dr. Becker Klinik Juliana
    Bundesland: NRW
    in Wuppertal
    Dr. Becker Klinik Möhnesee
    Bundesland: NRW
    bei Soest, Werl, Iserlohn
    Dr. Becker Klinik Norddeich
    Bundesland: Niedersachsen
    an der Nordsee nahe Norderney, Juist
    Zentrum für seelische Gesundheit Bremen
    Tagesklinik / ambulante Reha in Bremen
    Link-Tipps Schlafstörungen
  • Lesen Sie unser Experten-Interview!
    Experten-Interview Schlafstörungen