


![]() HAND-lungsspielraum für mehr Lebensqualität Das Armlabor ist ein moderner Trainingsraum für Patienten mit Einschränkungen der Hand z. B. nach einem Schlaganfall oder Unfall. Die Betroffenen können hier noch intensiver und effektiver trainieren als dies bisher durch die konservative Therapie möglich war. Mit Spaß und hoher Motivation üben die Patienten an verschiedenen Stationen und merken gar nicht, wie die Zeit vergeht. Das Konzept des Armlabors wurde basierend auf aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt und ständig erweitert, zuletzt durch den sogenannten Armeo®. Parallel laufende Untersuchungen belegen die hervorragenden Therapieerfolge. Selbst stark betroffene Patienten erleben bereits nach kurzer Zeit Erfolgerlebnisse und beginnen beispielsweise den Arm zu strecken und die Finger zu bewegen. Der Alltag wird wieder leichter.
Die insgesamt sechs Stationen des Trainingsraumes wurden für unterschiedliche Bedarfe entwickelt und genau auf die Probleme der Betroffenen abgestimmt. Geschulte Therapeuten erstellen nach einer Erstuntersuchung einen individuellen Trainingsplan und unterstützen die Patienten während der Übung. Die computergestützten Programme der Stationen motivieren auf höchstem Niveau und erlauben eine sofortige Auswertung des Therapieverlaufs. So können die Therapeuten das Training gezielt optimieren. Informieren Sie sich nachstehend über die einzelnen Stationen unseres Armlabors. |
![]() Handtutor – der sensible Handschuh Ausstattung: Hightech-Handschuh der Firma SVG, spezielle Software, PC/Bildschirm
Der Handtutor ist für alle Patienten geeignet, die unter leichten bis mäßigen Einschränkungen der Handfunktion leiden. Dies trifft sowohl bei neurologischen als auch bei orthopädischen Erkrankungen zu. Der Handtutor ist ein flexibler Handschuh mit integrierten Bewegungssensoren. Selbst minimale Bewegungen der Fingergelenke und des Handgelenks werden von ihnen registriert. Der Handschuh ist wiederum mit einem Computer verbunden, so dass auf einem Bildschirm die Hand des Patienten mit all ihren feinsten Bewegungen abgebildet wird. Der Computer berechnet automatisch die Ziele, die der Patient mit seinen Einschränkungen erreichen kann und entwirft entsprechende Übungen in Form von motivierenden Computerspielen. Therapeutisches Ziel ist, dem Patienten die eigenständige Bewegungsfähigkeit der Hand durch optische und akustische Signale ins Bewusstsein zu bringen (Biofeedback). Die individuell angepassten Übungen motivieren besonders. Je nach Belastbarkeit wird an dieser Station zwischen 30 und 40 Minuten trainiert. |
![]() Nintendo Wii Play Motion – der digitalisierte Arm Ausstattung: Nintendo Wii Play Motion- Set, spezieller Adapter und Software, PC/Bildschirm
Diese Station wurde für Patienten eingerichtet, die ihre Hand bereits relativ gut kontrollieren bzw. schon etwas besser bewegen können. Der Patient bekommt einen Controller in seine Hand (von Nintendo Wii inkl. speziellem Adapter, geeignet für die Reha), der mit Bewegungssensoren ausgestattet ist. Die Bewegungen der Hand werden auf dem Bildschirm sichtbar. Mit seiner Hand muss der Patient nun bestimmte Aufgaben lösen, indem er z.B. fiktiv hämmert, Steine flitscht oder mit der Hand eine Wippe steuert. Therapeutisches Ziel ist die verbesserte Bewegungsfähigkeit speziell des Handgelenkes und allgemein des Armes (im Hinblick auf Koordination und Geschwindigkeit). Die ansprechend gestalteten Behandlungsspiele haben einen hohen Aufforderungscharakter, ein „Highscore-Zähler“ bietet einen zusätzlichen Ansporn. An dieser Station wird 30 Minuten oder länger trainiert. |
![]() Nintendo Wii Basic Ball – mit der Hand steuern Ausstattung: Nintendo Wii Balance Bord, Basic Ball, Software, PC/Bildschirm
Diese Station eignet sich für Patienten mit „beginnender Arm- und Handfunktion“. Die Hand liegt auf einer Halbkugel, dem Basic Ball, so dass sie eine bequeme Auflagefläche hat. Die Halbkugel liegt wiederum auf einem Bord (Nintendo Wii Balance Bord), welches die Bewegungen genau registriert. Über Vorwärts-, Rückwärts- und Seitbewegungen steuert die Hand eine virtuelle Figur auf dem Bildschirm (z.B. einen Pinguin auf einer Eisscholle, der springende Fische einfangen soll). Therapeutisches Ziel ist die selbstständige Arm- Handaktivität. Somit wird bald das Greifen wieder möglich. Die Dauer einer Trainingseinheit ist je nach Belastbarkeit bis zu 40 Minuten. |
![]() Mobilas – aller Anfang wird leicht Ausstattung: „Mobilas“ von der Firma Sporlastic, Erweiterungsmöglichkeit durch entsprechende Software/PC/Bildschirm
Diese Station ist besonders für Patienten mit stark eingeschränkter Arm-/ Handfunktion geeignet. Über spezielle Lagerungsmöglichkeiten wird zunächst eine angenehme Hand-Armspannung erarbeitet. Aus dieser Stellung heraus werden erste, einfache Übungen durchgeführt. Diese können mit und ohne Computer sein. Die hier angebotenen Übungen greifen integrativ und bauen auf drei Säulen auf: therapeutische Lagerung, (Auto-)Mobilisation und computerassistiertes Bewegungstraining. Die therapeutischen Angebote, die der „Mobilas“ vereint, ermöglichen frühzeitiges Eigentraining und lassen sich dementsprechend gut in das Konzept des Armlabors integrieren. Therapeutisches Ziel ist die Erarbeitung eines harmonischen Spannungs- und Bewegungsverhaltens bis hin zur zielgerichteten Armaktivität. Die Verweildauer an der Station richtet sich nach der Belastbarkeit des Patienten. |
![]() Physiofun Senso Move: über Bilder im Kopf zur Bewegung Ausstattung: diverse Alltags-Arbeitsgegenstände (z.B. Handtuch zum Falten), spezielle Software
Diese Station bietet eine Kombination aus einem mentalen Training und Alltagsübungen für Patienten mit erheblichen Einschränkungen der Hand- und Armfunktion. Auf einem Bildschirm werden den Patienten alltägliche (Hand-)Bewegungen aus verschiedenen Perspektiven vorgemacht (z.B. Tisch wischen, Handtuch falten, Becher stapeln). Nachdem die Patienten die Bewegungsabfolgen genau beobachtet haben, schließen sie die Augen und stellen sich so genau wie möglich vor, dass sie selber mit ihren eigenen Händen die gleiche Tätigkeit durchführen. Im Anschluss soll real versucht werden, mit den gleichen Gegenständen wie zuvor in der Präsentation die Aufgabe zu lösen. Therapeutisches Ziel ist die Erarbeitung der Bewegungsplanung im Gehirn. Dadurch, dass der Patient bewusst Bewegungen beobachtet, fängt das Gehirn an zu „planen“, welcher Muskel wie bewegt werden müsste, wenn er die Bewegung selbst ausführen würde. Eine Methode, die auch im Leistungssport angewendet wird. Das Training dauert hier zwischen 30 und 40 Minuten. |
![]() Links-Rechts-Training: wissen, wo oben und unten ist (bzw. rechts und links) An dieser Station können Patienten trainieren, die noch keinerlei Arm- und Handfunktion ansteuern können und wenig Muskelspannung im Arm haben (z.B. Patienten mit einem Neglect).
Der Patient sieht an dieser Station auf dem Bildschirm unterschiedliche Handhaltungen in verschiedenen Abstraktionsgeraden. Er muss entscheiden, ob er die rechte oder linke Hand sieht und entsprechend die Pfeiltasten der Computertastatur betätigen. Für neurologische Patienten, aber auch für nicht Betroffene, sind die Übungen nicht immer einfach! Therapeutisches Ziel ist die Fähigkeit, seine rechte von der linken Körperhälfte zu differenzieren bzw. die betroffene Extremität wieder als zugehörig zum eigenen Körper wahrzunehmen. Beim Rechts-Links-Training wird nicht die Muskulatur als solche trainiert, sondern deren Ansteuerung über das Gehirn. Eine Trainingseinheit an dieser Station dauert bis zu 30 Minuten lang. |

Einzelschulungen |


HAND-lungsspielraum für mehr Lebensqualität
in den Geltungsbereichen Neurologie (Phasen C und D), Neurologische Frühreha (Phase B) und Orthopädie
1 = sehr zufrieden 4 = unzufrieden
Unsere Klinik ist ausgezeichnet mit dem RAL Gütezeichen.
Wir freuen uns über Ihr Engagement in unseren Kliniken - sprechen Sie uns an.
Werden Sie gesund. Wir kümmern uns um Ihre Kinder