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Musik gehört zu den wichtigsten Kulturgütern der Menschheit.
Musik löst Gefühle aus oder intensiviert sie –
Musik hilft, wenn es einem schlecht geht – Musik kann
zum Beruf oder gleich zum zentralen Lebensinhalt werden –
Musik spricht die Seele an und kann heilen.
Auch in der Brunnen-Klinik setzen wir Musik als Klangtherapie
zur Behandlung von Tinnitus ein.
... und macht krank
Jugendliche sind leider besonders tinnitusgefährdet. Denn
im Vergleich zu Erwachsenen setzen sie sich in ihrer Freizeit
einem wesentlich höheren Lärmpegel aus. Aktuelle Studien
zeigen, dass junge Menschen heute dreimal so viel „Soziallärm”
verkraften müssen wie ihre Eltern in den 80er Jahren. Neben
Diskotheken und Live-Konzerten warten oft auch in Fitnessclubs,
Kinos und Trend-Restaurants extreme Geräuschkulissen auf
ihre Gäste.
Die Eltern waren besser dran
Das Ergebnis: Laut einer Studie der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität
weisen 24 Prozent der 18 bis 24jährigen einen auffälligen
audiometrischen Befund im Frequenzbereich zwischen drei und
sechs Kilohertz auf. Im Klartext: Bei knapp einem Viertel der
untersuchten Jugendlichen wurde ein bleibender Hörschaden
nachgewiesen. Ein Großteil der Betroffenen hatte sich
sowohl regelmäßig in Discotheken aufgehalten als
auch häufig Gebrauch von Discman &
Co gemacht.
Mich betrifft das nicht, oder doch?
Nicht nur die Düsseldorfer warnen vor übermäßig
lauter Musik: Die Arbeitsgruppe Hörforschung der Universität
Gießen stellte fest, dass viele Musikliebhaber bereits
im Alter zwischen 18 und 25 Jahren unter Tinnitus leiden: Bei
denjenigen ohne hohen Musikkonsum waren lediglich 5 Prozent
von Tinnitus betroffen, mit 11 Prozent rangiert die Erkrankung
bei den Musikfreunden mehr als doppelt so hoch.
Es wäre jedoch falsch, die Auslöser für Tinnitus
nur bei lauter Musik oder einer hohen Geräuscheinwirkung
zu suchen. Genauso können Stressfaktoren, körperliche
Überlastungssituationen oder psychische Ereignisse eine
zentrale Rolle spielen. Oftmals lassen sich die tatsächlichen
Auslöser oder verstärkende Begleitumstände nur
vage oder gar nicht ermitteln. Trotzdem ist Tinnitus wirkungsvoll
behandelbar.
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