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Disco, Discman & Co.


Musikgenuss ohne Ende

Ein Leben ohne Musik ist kaum denkbar. So beschreiben 41 Prozent aller 12- bis 19-Jährigen Musik als einen elementaren Bestandteil ihres Lebens. CDs, Musikkassetten und Radio sind für rund 90 Prozent aller Jugendlichen unverzichtbare Begleiter. Bei allem Genuss und positiver Energie, die laute Musik freisetzt, kann sie allerdings auch negative Auswirkungen haben. Denn ob auf Konzerten, in Discotheken oder Clubs, bei privaten Feiern oder als permanente Geräuschkulisse aus Discman, MP3-Player oder ipod. No risk – no fun?

110 Dezibel im Ohr


Während am Arbeitsplatz gesetzliche Vorschriften dafür sorgen, dass bereits ab einer Lärmbelästigung von 85 Dezibel Warnschilder auf die Gefahrenquelle hinweisen und das Tragen eines Gehörschutzes vorgeschrieben ist, werden derartige Hinweise in Clubs oder Diskotheken in der Regel vergeblich gesucht. Dabei sind hier Lautstärken von 110 Dezibel und mehr durchaus an der Tagesordnung. Die Schallenergie einer einzigen Nacht in der Diskothek entspricht einer dreimonatigen Tätigkeit an einem Arbeitsplatz mit ausgeprägtem Lärmfaktor.

Im Anschluss an laute Clubmusik haben viele Jugendliche ein dumpfes Gefühl im Ohr, hohe Schallfrequenzen werden nicht mehr wahrgenommen und alles hört sich gedämpft „wie durch Watte“ an. Oftmals erholt sich das Gehör in den folgenden Tagen wieder – manchmal aber auch nicht. In einigen Fällen kann ein Hörsturz die Folge sein. Dieser geht wiederum häufig einem Tinnitus voraus.

Dauer-Krach


Neben der Lautstärke hat auch die Dauer der „Beschallung“ Einfluss auf mögliche Schädigungen des Gehörs. So übersteht das Ohr beispielsweise Spitzenbelastungen von 115 Dezibel, die etwa beim Arbeiten mit dem Presslufthammer entstehen und auch in vielen Diskotheken erreicht werden, nur wenige Sekunden unbeschadet. Bei einer Schalldosis von rund 100 Dezibel ist nach rund einer Stunde Vorsicht geboten. Zur Orientierung: Sobald eine Unterhaltung nur mit größtem Stimmaufwand möglich ist, ist in der Regel ein Wert von 100 Dezibel überschritten. Jenseits von 120 Dezibel drohen dem menschlichen Gehör unmittelbare Schäden.

Informationen über die Gefahren durch laute Musik sind wichtig. Schon im Grundschulalter sollte Kindern dieses Thema nahe gebracht werden. So können sie frühzeitig lernen, Lärmbelästigungen richtig einzuschätzen und ein neues Bewusstsein für die Kostbarkeit ihres Gehörs zu entwickeln. Denn ist das Gehör erst mal geschädigt, bleibt später auch der Musikgenuss auf der Strecke.

Wer ist betroffen?   Nur in der Brunnen-Klinik

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Dr. Becker Klinikgesellschaft