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Wer ist betroffen?


„Zivilisationskrankheit“ Tinnitus?

Rund zehn Prozent aller Deutschen kennen Tinnitus aus eigener Erfahrung und etwa sieben Prozent mussten aufgrund der Geräusche bereits einen Arzt aufsuchen. In der Regel verschwindet das Pfeifen, Brummen, Summen oder Rauschen innerhalb kurzer Zeit von selber wieder oder wird vom Betroffenen kaum wahrgenommen. Bei mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland ist der Tinnitus jedoch chronisch. Die Erkrankung wird spätestens dann als enorme Belastung empfunden, da sie zu Schlafstörungen, Depressionen und sozialer Isolation führen kann. Jährlich kommen bundesweit rund 340.000 Neuerkrankungen hinzu.

Tinnitus ist keine neue Krankheit, es gibt sie vermutlich schon so lange wie die Menschheit. Allerdings begünstigen unterschiedliche Faktoren der modernen Gesellschaft wie z.B. Lärmbelastung und Stress die Entstehung der Ohrgeräusche. Da bis dato keine aussagekräftigen Erhebungen aus den Ländern der sogenannten Dritten Welt vorliegen, lässt sich die These, dass es sich bei Tinnitus um eine „Zivilisationskrankheit“ handelt, nicht einwandfrei belegen. So ist aus Untersuchungen zu anderen Krankheitsbildern bekannt, dass auf dem Land nur wenig verbreitete „Zivilisationskrankheiten“, in Ballungsgebieten und Städten der Entwicklungsländer rasch das Niveau westlicher Länder erreichen.

Ursachen   Subjektiver und objektiver Tinnitus
 
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