Behandlungsbeispiel: Anpassungsstörung

Unsere Patientengeschichte mit Behandlungsplan

Behandlungsbeispiel: Anpassungsstörung
 
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    Meine Geschichte
    Behandlungsbeispiel: Anpassungsstörung
    »Vor kurzem habe ich meine Kündigung bekommen. 30 Jahre lang bin ich täglich in die Firma gegangen. Ich habe nie gefehlt, meine Arbeit immer gut gemacht und die Firma fast alleine mit den Kollegen aufgebaut. Auch als mein Chef krank wurde, habe ich nicht schlapp gemacht. Das verdiene ich alles wirklich nicht! So möchte ich auch nicht mehr leben! Wenn meine Familie nicht wäre, hätte ich mir schon lange etwas angetan. Dass Kündigungen heute zum Alltag gehören, weiß ich zwar, aber ich hätte nie gedacht, dass es mich selbst einmal treffen würde. Seitdem weiß ich nicht mehr viel mit mir anzufangen. Ich sitze in der Ecke und glaube nicht mehr, dass es noch anders kommen kann. Ich denke, dass ich meine Familie sehr stark belaste.«
    Manfred S., 61 Jahre (Patient der Dr. Becker Klinikgruppe)
    Symptome Anpassungsstörung
    Bei Anpassungsstörungen führen einschneidende Lebensveränderungen oder ein belastendes Lebensereignis dazu, dass ein Mensch leidet, emotional beeinträchtigt und in seinen sozialen Funktionen und Leistungen eingeschränkt ist.

    Solche Ereignisse sind z. B.: Arbeitslosigkeit, Trennung vom Partner, Tod des Partners oder ein Verkehrsunfall. Diese können zu körperlichen (z. B. Spannungskopfschmerzen) und psychischen Symptomen (Ängsten, depressiven Störungen, Besorgnis, Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit etc.) führen. Dabei spielt die individuelle Veranlagung eine große Rolle, d. h., nicht jeder Mensch wird aufgrund eines vergleichbar schweren Ereignisses krank. In diesem Zusammenhang ist die funktionale Gesundheit ein gebräuchlicher Begriff, der widerspiegelt, das z. B. gesellschaftliche Rahmenbedingungen durchaus "krank machen können", obwohl der Betroffene selbst nicht krank im biologischen Sinne ist (Laboruntersuchungen sind unauffällig).
    Behandlungsprogramm
    Für die Behandlung von Anpassungsstörungen gibt es – wegen deren Vielfalt – nicht "die eine richtige Methode". Zunächst ist es wichtig, dem Betroffenen Respekt und Interesse entgegenzubringen, um seine Situation vor dem Hintergrund seiner Lebensgeschichte möglichst gut zu verstehen. Dadurch wird klar, weshalb dem Betroffenen die Bewältigung der aktuellen Lebenssituation so schwer fällt und was er "dazulernen muss".

    Bei einem besonders schweren Krankheitsbild kann vorübergehend eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein. Je nach vorherrschender Symptomatik richten unsere Therapeuten die Psychotherapie übend, Informationen vermittelnd oder auf die Bearbeitung der Beziehungsgestaltung aus.

    Der Vorteil der stationären Behandlung besteht unter anderem darin, dass ein feststehender, intensiv nutzbarer Zeitraum für die Behandlung und der notwendige Abstand von der belastenden heimatlichen Situation gegeben sind.
    Behandlungsplan
    Behandlungsplan Anpassungsstörung
    Einen Musterbehandlungsplan finden Sie hier.
    Wirksamkeit Therapie
    Im Allgemeinen ist die Prognose bei Anpassungsstörungen sehr gut, da der Betroffene bis zum Eintritt des störenden Ereignisses meist gut in seinem Leben zurecht kam und über vielfältige Ressourcen zur Lösung der Problematik verfügt. Des Weiteren ist das "krankmachende Ereignis" eine reale und nachvollziehbare Tatsache, so dass wir in der Regel nicht nach weiteren Ursachen und Möglichkeiten suchen müssen.

    Wir werten regelmäßig die Effektivität unserer Behandlungsprogramme aus. Dabei zeigt sich, dass diese die Angststörungen deutlich verbessern. Neben dem psychosomatischen Basisprogramm profitieren unsere Patienten besonders von der Angstbewältigungsgruppe, dem Selbstsicherheitstraining, dem Depressionsseminar und der Problemlösegruppe. Fast immer gelingt es ihnen, die belastenden Lebensereignisse im Verlauf der Behandlung als Aufgabe zu betrachten, an deren Lösung sie persönlich wachsen können.
    Nachsorge Anpassungsstörung
    Zur weitergehenden Sicherung der Behandlungsergebnisse sind die Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie am Heimatort und die Betreuung durch einen Facharzt für Psychiatrie sinnvoll. Entsprechende Kontakte vermitteln wir gerne. Bitte kontaktieren Sie uns: behandlung@drbeckermail.de. Patienten, deren Kostenträger die Deutsche Rentenversicherung ist, können eine intensivierende Rehabilitationsnachsorge (IRENA) durchführen.
    Kontakt Kliniken
    Ein Behandlungsangebot für Angstörungen bieten wir in den folgenden Dr. Becker Kliniken an:
    Dr. Becker Brunnen-Klinik
    Bundesland: NRW
    bei Paderborn, Bielefeld, Gütersloh
    Dr. Becker Burg-Klinik
    Bundesland: Thüringen
    bei Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt
    Dr. Becker Klinik Juliana
    Bundesland: NRW
    in Wuppertal
    Dr. Becker Klinik Möhnesee
    Bundesland: NRW
    bei Soest, Werl, Iserlohn
    Dr. Becker Klinik Norddeich
    Bundesland: Niedersachsen
    an der Nordsee nahe Norderney, Juist
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