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    Allgemeine Informationen
    Das Ambulante Zentrum für contergangeschädigte Menschen ist ansässig in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht, die auf neurologische, orthopädische und osteologische Rehabilitation spezialisiert ist.

    Eingebettet in die bestehende medizinische Infrastruktur der Klinik, kann das Ambulante Zentrum auf die räumlichen und personellen Ressourcen, die komplette Ausstattung, sowie die diagnostischen Möglichkeiten der Klinik zurückgreifen. Der größte Teil der Behandlungen und Beratungen findet in der Klinik statt. Die Klinik ist barrierearm gestaltet und auch auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern eingerichtet.

    Sollten an Ihren Behandlungen und Beratungen auch externe Kooperationsärzte oder Fachberater des Interessenverbandes Contergangeschädigter Nordrhein-Westfalen e.V. beteiligt sein, so übernehmen wir die Terminierung und Organisation. Bei Patienten mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen kann für die Fahrten zu unseren Kooperationsärzten auch unser Fahrdienst in Anspruch genommen werden. Die Praxisräume unserer Kooperationspartner sind natürlich ebenfalls barrierearm.
    Rund um Ihren Besuch
    Wir kümmern uns um die Organisation all Ihrer Behandlungstermine, sowie um eventuelle Fahrdienste zu externen Kooperationspartnern. Auch die Pausenplanung wird im Vorfeld mit Ihnen abgestimmt. Für Ihr leibliches Wohl stehen Ihnen die Caféteria und das Angebot des Patienten-Restaurants auf eigene Kosten zur Verfügung und sowohl die klinikeigene Sonnenterasse als auch das angrenzende Kurpark-und Waldgebiet laden zur Erholung ein.

    Geeignete Möglichkeiten der Hundebetreuung werden ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Klinik angeboten.
    Zu Ihrem Besuch in unserem Zentrum sollten Sie folgendes mitbringen:
    • Krankenversicherungskarte
    • Ärztliche Überweisung für Ihren Besuch im MZEB (bei gesetzlich versicherten Patienten)
    • Verordnungen zur Krankenbeförderung, falls Ihnen diese von Ihrem Arzt ausgestellt wurden
    • Medizinische Vorbefunde, wie zum Beispiel: Arztbriefe und Befundberichte, Ergebnisse von Vorsorge- und Voruntersuchungen (z.B. Blutwerte), Entlassungsbriefe von Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalten, evtl. vorhandene Röntgen-, CT- und Kernspinaufnahmen
    Der Erstbesuch in unserem ambulanten Zentrum beinhaltet in der Regel einen drei- bis viertägigen Behandlungsaufenthalt.

    Der Behandlungsplan für diese Tage orientiert sich an Ihren persönlichen Anliegen und gesundheitlichen Problemen. Er wird individuell auf Sie zugeschnitten und wird mit Ihnen persönlich abgestimmt.

    Nach Ihrer Anmeldung senden wir Ihnen deshalb einen Aufnahme-Fragebogen zu und eine Mitarbeiterin unseres Koordinationsteams setzt sich mit Ihnen in Verbindung, um die Inhalte, Zeitplanung und Details Ihres Besuchs mit Ihnen zu besprechen.

    Während Ihres Besuchs kommen Sie jeweils morgens zu uns ins Zentrum und werden hier im Verlauf umfassend beraten, behandelt und unterstützt.
    Mögliche Inhalte des Behandlungsplans können zum Beispiel sein:
    • Ärztliche Anamnese mit Aufnahme der Folgeschäden
    • Ärztliches Schmerz-Assessment
    • Körperliche Untersuchungen und Diagnostik, wie z.B. Sonografie, Röntgen, DXA-Messung
    • Interventionelle Schmerztherapie (z.B. unter Bildwandler kontrollierte Nervenwurzelblockaden oder Facetteninfiltrationen, Akupunktur)
    • Klärung von Diagnosen und therapeutischen Interventionen
    • Externe psychotherapeutische oder psychologische Beratung
    • Besuch von externen Fachärzten (je nach individuellem Bedarf)
    • Befunderhebung von funktionellen Einschränkungen und Bewegungseinschränkungen
    • Spezielles Training von Bewegungsabläufen und konkreten Tätigkeiten
    • Probebehandlungen, wie z.B. Cranio-Sacral-Therapie, PNF, Schlingentischbehandlungen, Fußreflexzonenmassage u.v.m.
    • Hilfsmittelberatung
    • Beratung zu individueller Wohnraumanpassung
    • Beratung zu Reha, Rente, Assistenz, Pflege und weiteren Antragsmöglichkeiten
    Sowohl im Vorfeld als auch während Ihres Besuchs arbeitet das Behandler-Team intensiv zusammen, um über die Behandlungsinhalte, die Ergebnisse der Untersuchungen und Befundungen und die weiterführenden Behandlungsempfehlungen zu beraten. Auch die Ergebnisse und das Fachwissen unserer Kooperationsärzte fließen in die Beratungen ein.

    Zum Abschluss Ihres Besuchs werden sowohl die Ergebnisse des Assessments, als auch ein individuelles Weiterbehandlungskonzept mit Ihnen besprochen. Neben der wohnortnahen ambulanten Weiterbehandlung könnte zum Beispiel eine Empfehlung für eine Rehabilitationsmaßnahme (ambulant oder stationär) oder eine besondere Therapieform ausgesprochen werden.

    Nach Ihrem Besuch übersenden wir Ihnen diese Informationen natürlich auch schriftlich in Form eines detaillierten Arzt- und Therapeutenberichts. Ebenfalls unterstützen wir Sie bei der Anbahnung der wohnortnahen Weiterbehandlung und Versorgung durch die Suche und Kooperation mit geeigneten Ärzten, Therapeuten, Behandlern, Anbietern und Versorgern (z.B. Sanitätshäusern).

    Als MZEB ist das ambulante Zentrum in der Lage, Verordnungen für Heilmittel und Hilfsmittel auszustellen. Dies ist behandlungsbegleitend auch langfristig möglich.
    Folgebesuche
    Wir wissen, dass es viele wichtige Themen für contergangeschädigte Menschen gibt. Deshalb sind wir sehr froh, dass die Behandlung in unserem Zentrum und die Kostenübernahme durch die Krankenkassen nicht auf einen Besuch beschränkt sind.

    Durch Folgebesuche in mehrmonatigen Abständen kann der Therapieerfolg langfristig überprüft werden. Die Behandlungsmethoden können gegebenenfalls angepasst und neue Methoden ausprobiert werden. Sie können weitere Diagnostik in Anspruch nehmen und sich weitergehend beraten lassen.

    Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, Ihren jeweiligen Besuch bei uns so effektiv wie möglich, aber auch so entspannt wie möglich für Sie zu planen. In der Regel sind für Folgebesuche weniger Behandlungstage erforderlich.
    Kostenübernahme
    Gesetzliche Krankenkassen
    Wenn Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland sind und Sie durch die Conterganstiftung für behinderte Menschen als contergangeschädigter Mensch anerkannt sind, werden die Behandlungskosten von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Benötigt wird lediglich eine Überweisung ins MZEB von Ihrem Haus- oder Facharzt. Zuzahlungen für die Behandlungen fallen nicht an.

    Bei hörgeschädigten oder gehörlosen Versicherten werden auch die Kosten für einen behandlungsbegleitenden Gebärdensprachdolmetscher von den Krankenkassen getragen.
    Beihilfe und Privatversicherungen
    In der Regel werden die Behandlungskosten für das Ambulante Zentrum für contergangeschädigte Menschen von Beihilfe- und Privatversicherungen übernommen, da sich diese an den Verträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen orientieren.

    Wir empfehlen dennoch, die Kostenübernahme im Vorfeld abklären zu lassen, da die Vertragsausgestaltungen sehr unterschiedlich sein können.
    Selbstzahler
    Gerne können sich auch contergangeschädigte Menschen aus dem Ausland oder Patienten, deren Schädigungen noch nicht durch die Conterganstiftung für behinderte Menschen anerkannt sind, bei uns in Behandlung begeben. Die Behandlungskosten werden individuell in Rechnung gestellt.

    Für contergangeschädigte Menschen aus dem Ausland beträgt der Tagessatz für die ambulante Behandlung in unserem Zentrum 350,00 Euro. Die ärztlichen Behandlungskosten sind in diesem Preis enthalten.
  • Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
     
    Höhenstraße 30
    51588 Nümbrecht
     
    0 22 93 / 81 79-55 6