Ihr Reha-Aufenthalt in Corona-Zeiten

Was wir tun und was Sie tun können

Ihr Reha-Aufenthalt in Corona-Zeiten
 
  •  
    Schutzmaßnahmen
    Unser Ziel ist es, Ihnen und unseren Mitarbeitern/innen maximale Sicherheit unter unserem Dach zu garantieren. Bei allen Schutzmaßnahmen lassen wir uns deshalb vom Deutschen Beratungszentrum für Hygiene beraten. Wir investieren sehr viel Zeit und Anstrengung, um Ihre Reha bei uns so sicher und wirkungsvoll wie möglich zu machen. Informationen über alle aktuellen Schutzmaßnahmen erhalten Sie zusätzlich bei Antritt Ihrer Reha postalisch, vor Ort und in Ihrem passwortgeschützten Reha-Planer "Mein Bereich".
    Unsere Schutzmaßnahmen beinhalten:
    Schutzmaßnahmen
    Unterbringung im Einzelzimmer: In unseren Kliniken steht Ihnen garantiert ein Einzelzimmer zur Verfügung. Dies ist nicht selbstverständlich. In vielen anderen Rehakliniken gibt es noch Mehrbett-Zimmer. Neben größtmöglicher Privatsphäre bedeutet es für Sie auch, dass im Fall eines Infektionsverdachts die entsprechende Person sofort isoliert werden kann.

    Corona-Test bei Aufnahme: Alle neuanreisenden Patienten/innen werden vor Aufnahme in der Klinik auf Corona getestet. Die Kosten dafür übernimmt Dr. Becker. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses (max. 48h) werden Sie von uns auf Ihrem Einzelzimmer versorgt. Diese Maßnahme entfällt, wenn Sie einen aktuellen negativen Corona-Test (nicht älter als 48 - 72 Stunden) mit zur Aufnahme bringen. Welche Frist Ihre Klinik setzt, erfragen Sie bitte in der Aufnahme.

    Hygienekonzept: Als Klinik sind wir und unsere Mitarbeitenden grundsätzlich darin geschult, mit Infektionen umzugehen und damit verbundene Risiken zu minimieren. Über den Umgang mit dem Coronavirus haben wir uns frühzeitig informiert und alle empfohlenen präventiven Maßnahmen ergriffen, um Sie bei uns bestmöglich zu schützen. Räume und Therapieutensilien werden regelmäßig durch geschultes Fachpersonal gereinigt und desinfiziert. In unseren Kliniken hängen die Hygienemaßnahmen zusätzlich überall sichtbar aus. Für den unwahrscheinlichen Fall einer Ausbreitung in Kliniknähe liegen für die Mitarbeitenden genaue Notfallpläne und Hygieneprotokolle vor.

    Hygieneschulung aller Patienten/innen: Nicht nur unsere kompetenten Mitarbeiter/innen sind fit in Sachen Corona – auch Ihre Mitpatienten/innen! Denn um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, ist es wichtig, dass alle die Hygieneregeln kennen und einhalten. Deswegen haben wir den sogenannten „Corona-Führerschein“ entwickelt. Die kostenfreie Online-Schulung klärt über Schutzmaßnahmen auf und ist Pflicht für alle Neuanreisen. In einigen Kliniken (z. B. der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik) werden alternativ Präsenzschulungen angeboten, in denen intensiv die Corona-Regelungen erklärt werden.

    Zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen unserer Kliniken finden Sie als Übersicht hier. Bitte beachten Sie, dass es sich hier um allgemeine Regeln handelt, welche nicht auf alle Kliniken in gleichem Maße zutreffen. Wir haben klinikspezifische FAQs für Sie zusammengestellt, die Sie u.a. unter "IHRE KLINIK" auf der Seite Ihrer Dr. Becker Klinik einsehen können. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Patientenaufnahme Ihrer Klinik.

    Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie gerne unseren Dr. Becker Infoservice oder rufen Sie direkt in Ihrer Dr. Becker Klinik an.
    Ablauf der Reha
    Auch wenn Corona aktuell die ganze Welt in Atem hält, bedeutet das nicht, dass andere Erkrankungen deshalb über Nacht verschwunden sind. Auch Sie haben Ihren Reha-Antrag schließlich aus einem triftigen Grund gestellt. Dennoch wird Ihr Reha-Aufenthalt aufgrund der Anpassungen im Klinikbetrieb von einem Reha-Aufenthalt abweichen, wie er noch im Februar 2020 geplant gewesen wäre. An Qualität verliert Ihr Aufenthalt bei uns dadurch jedoch nicht! Im Gegenteil: In den kleineren Therapiegruppen können sich unsere Therapeuten/innen noch besser auf Sie einstellen.

    Unser professionelles Therapeuten- und Ärzteteam wird Ihnen Schritt für Schritt dabei helfen, Ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Mitten im Grünen werden Sie bei uns die Ruhe und Sicherheit erleben, die Sie brauchen, um sich bei uns ganz auf Ihre Reha-Ziele zu konzentrieren.

    Das gemeinsame Erleben dieser außergewöhnlichen Zeit schweißt Patienten/innen und Mitarbeitende in der Klinik noch mehr zusammen als sonst. Wenn Sie zudem Fragen und Ängste in Bezug auf das Virus beschäftigen, können Sie in der Reha auch die Gelegenheit für Austausch und Information nutzen. Neben Ihrem individuellen Reha-Ziel erarbeiten Sie sich so in den Wochen bei uns eine sicherere Haltung in unsicheren Zeiten – weit über die Reha hinaus.
    FAQs – Fragen und Antworten
    Ihre möglichen Fragen rund um den Ablauf der Reha in Corona-Zeiten – vom Reha-Antrag bis hin zur Abreise – haben wir für Sie klinikspezifisch als FAQs zusammengestellt. Sie finden die Informationen auf der Seite „IHRE KLINIK“ der jeweiligen Klinikseite. Über www.dbkg.de gelangen Sie direkt zur Klinikübersicht.
    Besuchsregeln
    Ob Sie aktuell während Ihrer Reha-Zeit Besuch empfangen können, hängt von den individuellen Regelungen in Ihrer Klinik ab. Diese finden Sie auf der Seite „IHRE KLINIK“ der jeweiligen Klinikseite. Über www.dbkg.de gelangen Sie direkt zur Klinikübersicht.

    Wir wissen, dass der Aufenthalt ohne Besuch in Einzelfällen besonders schwer und ggf. der Genesung abträglich ist. So ist beispielsweise die Stimme von Angehörigen für schwerstbetroffene, komatöse Patienten/innen sehr wichtig für den Heilungsprozess. In solch schwerwiegenden Fällen sprechen Sie bitte mit dem Chefarztsekretariat und lassen sich eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Wir werden dann gemeinsam mit Ihnen eine Risikoabschätzung vornehmen.

    Wir möchten Ihnen diese momentane Ausnahmezeit mit eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten bei uns so angenehm wie möglich gestalten. Ab sofort bieten wir Ihnen daher unterschiedliche Benefits. Was das im Einzelnen bei Ihnen im Haus ist, erfragen Sie bitte bei Ihrer Klinik.
    Fallzahlen in der Region
    Aktuelle Fallzahlen von COVID-19 Erkrankungen in den Landkreisen der Dr. Becker Kliniken finden Sie hier.
    Interview: Wie sicher ist Reha?
    Florian Wilke
    Ich suche eine sichere Rehaklinik; worauf muss ich achten? Wie kann ich mich und Mitpatienten/innen in der Klinik schützen? Und ist eine Reha zu Corona-Zeiten überhaupt sicher? Darüber haben wir mit Florian Wilke, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin und Fachkoordinator Krankenhaushygiene Region West vom Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) gesprochen.
    DBKG: Herr Wilke, allen Ortens werden gerade die Kontaktbeschränkungen wieder gelockert und der gemäßigte Lockdown, der in Deutschland galt, Schritt für Schritt aufgehoben. Auch Krankenhäuser und Rehakliniken nehmen jetzt wieder vermehrt Patienten/innen auf, natürlich unter Beachtung bestimmter Schutzmaßnahmen. Warum, was ist jetzt anders als vor sechs Wochen, warum geht das jetzt wieder?

    Wilke: Die Möglichkeit Lockerungen vorzunehmen besteht, da die Fallzahlen an Neuerkrankten aufgrund der getroffenen Maßnahmen deutlich abgenommen haben. Wenn man von wenigen, zwar bedeutenden, Ausnahmen absieht, die wieder zu einem erneuten regionalen z.T. sogar nur punktuellen Anstieg geführt haben. Weil die Fallzahlen gesunken sind, ist eine Nachverfolgung einzelner SARS-CoV-2-positiver Bürger/innen möglich und Infektionsketten lassen sich so deutlich einfacher nachvollziehen.
    Pflegestützpunkt
    DBKG: Worauf sollten Patienten/innen achten, die aktuell eine Rehaklinik suchen? Also quasi: Woran erkennt man eine sichere Klinik?

    Wilke: Die Patienten/innen sollten sich die Rehaklinik nach dem Kriterium aussuchen, ob die Klinik ein abgestuftes Hygienekonzept für SARS-CoV-2 hat. Wie versucht die Klinik, eine Ansteckung für mich als Patient/in zu vermeiden, z. B. durch ein Eingangsscreening, Abstandsgebote bei Therapie und Behandlung, ebenso bei sozialen Kontakten, z. B. Mahlzeiten, „Rauchpausen“ oder Ähnlichem und Isolierung von positiven Patienten/innen. Das kann heutzutage relativ leicht schon über die Webseite der in Erfahrung gebracht werden. Optimal wäre es, wenn die Klinik in Grundzügen vor der Aufnahme den Patienten/innen mitteilt, z. B. mit der Einladung, welche Maßnahmen zum Schutz ergriffen worden sind.
    DBKG: Haben Sie einen Tipp für Patienten/innen in einer Klinik, wie sie sich (und andere) schützen können? Worauf sollte man besonders achten? Gibt es z. B. „Keimherde“ oder bestimmte Verhaltensweisen, die ich unbedingt vermeiden sollte?

    Wilke: Wenn vor der Anreise Erkältungssymptome auftreten oder Kontakt zu einem/einer positiven Mitbürger/in bestand, sollte es der Klinik unbedingt mitgeteilt werden und die Anreise verschoben werden bzw. ein Test auf COVID-19 durchgeführt werden. Ebenso sollten die Patienten/innen beim Aufenthalt in der Rehaklinik mitteilen, wenn typische Symptome wie Fieber, Halsschmerzen, Geschmacks- und Geruchsverlust oder Husten auftreten, damit vor Ort die Ärzte/innen entscheiden, ob ein Test oder eine Isolierung nötig sind. Weiterhin sollte man sich in- und außerhalb der Klinik an die Abstandsregeln halten und sich regelmäßig die Hände waschen oder desinfizieren. Eine typische, aber gern übersehene Ansammlung sind die Raucherecken, auch hier sollten natürlich die klinikinternen Regeln gelten. Schlussendlich sollte auf die Husten- und Niesetikette geachtet werden; Mitmenschen dürfen selbstverständlich nicht direkt angehustet oder angeniest werden, Taschentücher sind unmittelbar nach Benutzung sicher zu entsorgen. An sich, völlig unabhängig von der aktuellen Situation, sollte dies normal und ein selbstverständlicher Akt der Höflichkeit und sozialer Rücksichtnahme sein. Ebenso ist das korrekte Tragen der Mund-Nasen-Maske in den ausgewiesenen Bereichen zu befolgen. Selbstredend müssen auch alle Beschäftigten der Einrichtung diese Verhaltensregeln und Schutzmaßnahme vorbildhaft im Alltag praktizieren.
    Schutzmaßnahmen
    DBKG: Das Sicherheitskonzept der Dr. Becker Kliniken basiert auf den vier Säulen „Einzelzimmer für Rehabilitanden/innen“, „Corona-Test bei Aufnahme“ und „Hygieneschulungen aller Rehabilitanden/innen“ und ein je standortspezifisches Hygienekonzept mit Regeln zu MNS, Therapiegrößen, Abstandsregeln, 2-Schicht-System im Speisesaal usw. Wie beurteilen Sie als Facharzt für Hygiene diese 4 Säulen, einzeln und im Zusammenspiel?

    Wilke: Das sind alles vernünftige Maßnahmen und sie beruhen auf dem Konzept, dass man Abstand zu anderen Personen einhalten sollte, um die Tröpfcheninfektion mit SARS-CoV-2 zu vermeiden. Auch das Eingangsscreening kann ein Baustein sein, um positive Patienten/innen gleich zu Beginn zu entdecken. Sicherlich ist es auch sinnvoll, den Patienten/innen anhand von Schulungen diese Einzelmaßnahmen näher zu bringen.
    DBKG: Letzte Frage: Würden Sie jetzt eine Reha antreten, wenn es medizinisch ratsam wäre?

    Wilke: Unbedingt, Rehabilitationsmaßnahmen sind ein wichtiger Baustein der Gesundheitsfürsorge. Sie sind oft nach schweren Erkrankungsbildern nötig und sollten daher nicht ohne triftigen Grund „auf die lange Bank geschoben werden“, damit die Teilhabe in möglichst vielen Lebensbereichen wieder möglich ist und dass die Lebensgestaltung danach wieder so frei wie möglich stattfinden kann.

    Hiervon unbenommen gilt allerdings, dass dies nur gilt, sofern keine SARS-CoV-2-Symptome vorliegen und Risikokontakte bekannt sind.

    DBKG: Vielen Dank für das Interview!
    Weitere Handlungsempfehlungen